In den Niederlanden kam es in der vergangenen Woche zu mehreren Verhaftungen aufgrund von Drogenschmuggel. Vier Personen wurden bei einer Razzia festgenommen. Sie sollen 3D-Drucker genutzt haben, um alte Nintendo-Cartridges herzustellen, in denen sie dann wiederrum Drogen versteckt haben.

Offenbar haben Drogenschmuggler Famicom-Module kopiert und für ihre Zwecke missbraucht.

Wie die Seite "De Telegraaf" (via Kotaku) berichtet, hat die niederländische Polizei bereits im vergangenen Jahr in einer spektakulären Aktion, ein großes Drogennetzwerk über das Dark Net zu Fall gebracht. Statt dieses aber direkt zu beenden, haben sie es für einige Wochen weiterlaufen lassen und so mehrere Namen und Adressen von Käufern und Dealern gesammelt. Die vier Verhafteten sind Teil dieser Liste. Drei Männer wurden in einer Wohnung in Amsterdam aufgegriffen, eine Frau in einem großen Schuppen in Werkendam.

Versteckt mit Game-Cartridges

In dem Schuppen wurden auch mehrere 3D-Drucker gefunden, über die die Nintendo-Cartridges produziert wurden. Während es keine genaue Bestätigung gibt, welche Module für den Schmuggel genutzt wurden, zeigt das Bild der Website "De Telegraaf" eine Cartridge, die einem NES-Spiel am ähnlichsten ausssieht. Die Drogen wurden in die Hüllen verpackt und dann nach Singapur, Australien und Neuseeland verschifft.