Aufgrund zahlreicher, eigentlich nicht nachvollziehbarer und trotzdem erfolgreicher sowie extrem teurer Klagen wurden Amerika's Industrien vorsichtig. Mit der Zeit führte dies dazu, dass an manchen Gegenständen die verschiedensten Warnhinweise kleben. Und weil das mitunter recht skurille Blüten treibt, wählt die Michigan Lawsuit Abuse Watch (MLAW) jährlich "Unnötigsten Warnhinweise". Auch für 2006 gab es wieder 150 Nominierungen.

Hervorgehoben wurde der Warntext auf einem Telefonbuch, der darauf hinwies, dass man es nicht lesen sollte, wenn man gerade am Steuer eines Fahrzeugs sitzt. Auf Platz 2 landete der Hinweis eines Autoherstellers: "Benutzen Sie kein brennendes Streichholz um den Benzinstand zu prüfen." Direkt dahinter platzierten sich der Aufdruck "Nicht bügeln." auf einem Lottoscheint ex aequo mit "Wenn feucht bitte nicht in der Mikrowelle trocknen." auf der Packung eines Mobiltelefons.

Der Sieger 2006 toppte diese Kuriositäten allerdings haushoch, so fand sich doch auf einer Waschmaschine glatt der Hinweis: "Bitte stecken sie keine Person in diesen Waschautomaten." Da wären wir wohl von selbst nicht draufgekommen, sollte es zu so einem Fall aber je einen Prozess gegeben haben, würde uns das Aktenmaterial (und vor allem die Fotos) brennend interessieren.

Den Sieger des Vorjahres und andere Stilblüten wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten:
2005 stand auf einem Klobesen man möge ihn bitte nicht zur Körperhygiene verwenden. Im selben Jahr fand sich auf einem Tretroller der äusserst aufschlussreiche Verweis, dass sich das Gerät beim Benutzen bewegen würde. Für ein digitales Körperthermometer wurde empfohlen: "Nach rektaler Verwendung nicht mehr oral benutzen." Wohl bekomm's!

Wer mehr davon möchte, sollte sich auf der Homepage der MLAW umsehen. Und Vorsicht: Diese Seite ist in Englisch!