Microsoft hat den kategorischen Beweis erbracht, dass diejenigen mit siegesbewussten Gesichtern und in Fitnessstudien gestählten Körpern eine gerade unglaubliche Menge Spaß mit Kinect haben werden.

Kleidet ihr euch gern in Pastellfarben und überzeugt eure Mitmenschen mit einem absolut fehlerlosen Perlweiß-Lächeln? Euer Wohnzimmer verströmt die Gemütlichkeit und Sterilität eines Ikea-Ausstellungsraums? Und eure Kinder grinsen den ganzen Tag, jubeln und gratulieren euch, wenn ihr sie im Spiel besigt habt? Ja dann… dann ist Tischtennisspielen mit den Händen (ohne Schläger!) wohl das aufregendste, was ihr jemals erlebt habt.

Das zumindest kann man aus dem neusten Kinect-Werbevideo für Kinect entnehmen.
Aber schauen wir mal etwas genauer hin.

Ein weiteres Video

Die Kinder sehen auf seltsame Weise unähnlich. Also – genetisch und so. Welches dunkle Geheimnis versteckt Mammi da wohl? Ob der Vater ihr diesen Betrug jemals verziehen haben mag? Kann es sein, dass er von den Leichen in ihrem Keller weiß?

Möglicherweise ist dieses ganze Familienleben nichts weiter als ein soziales Schauspiel nur zusammen gehalten von dem brüchigen Kleber des Misstrauens und Microsofts Bewegungskontrolle?

Doch nein! Es geht nicht um die Mutter. Er ist es. Als Totem ihrer Gefangenschaft ragt eine Zickzack-Ikealampe hervor, versperrt den Weg nach draußen, den Weg in den Garten, die Freiheit. Eine Bekundung tragischer, erzwungener Verdammung zu fragwürdigem Spaß mit Tennisspielen – ohne Schläger.

Die arme, arme Frau. Aber immerhin schlägt sie ihren Sohn im Fußball. Auch wenn wir nie erfahren werden, wer wohl der richtige Vater ist.