Betrüger konnten sich mit Farmville satte 500.000 Euro ergaunern - dabei haben sie sich der Argrarsubventionen bzw. Fonds für Milchviehbetriebe bedient. Argrarsubventionen werden etwa von der europäischen Union an jene landwirtschaftliche Betriebe vergeben, die finanziell nicht ganz so gut dastehen bzw. konkurrenzfähig bleiben wollen.

Muuuuh

Vor ein paar Jahren dachten sich rumänische Farmville-Spieler, dass sie ja auch in gewisser Weise für die Argrarsubventionen infrage kommen. Sie stellten also einen entsprechenden Antrag für ihre virtuellen Kühe und wurden aufgenommen.

So erhielten sie über drei Jahre hinweg für insgesamt 1.860 in regelmäßigen Abständen etwa 100 bis 150 Euro. Die Dokumente fälschten die Betrüger natürlich und präsentierten den Tierärzten ein paar echte Kühe, so dass der Schwindel nicht so schnell auffliegen konnte.

Irgendwann flog das Ganze doch auf und die Zahlung wurde eingestellt. Und hier wird es erst so richtig dreist: die Betrüger reichten dagegen eine Klage ein und betonen, dass nirgendwo in den EU-Bestimmungen geschrieben stehe, dass man für die Förderung reale Tiere besitzen müsse.

Offenbar fühlt sich niemand für das Durchwinken der Unterlagen schuldig. Darüber hinaus soll es keine gesetzliche Verpflichtung der Beamten geben, die Betriebe zu kontrollieren bzw. Ausschau nach existierenden Kühen zu halten.