Über Facebook gibt es nicht nur Negativ-Schlagzeilen zu berichten. Von Zeit zu Zeit gibt es auch positive Dinge, die in dem weltweit größten sozialen Netzwerk geschehen. So finden adoptierte Kinder nach Jahrzehnten der Suche ihre eigentlichen Eltern wieder oder Kriminalfälle können aufgeklärt werden. Nun konnte einem kleinen Jungen das Leben gerettet werden, weil die Facebook-Freunde seiner Mutter auf Fotos das gefährliche Kawasaki-Syndrom frühzeitig diagnostizieren konnten.

Kurioses - 5-jährigem Jungen konnte von Facebook-Freunden das Leben gerettet werden

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Facebook hat durchaus auch seine guten Seiten. Vor allem dann, wenn man die kollektive Intelligenz vieler Menschen nutzen kann.
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Das Kawasaki-Syndrom ist vor allem bei Japanern und Koreanern verbreitet. Dennoch ist es durchaus nicht ausgeschlossen, dass Kinder anderer ethnischer Gruppen sich damit anstecken. Die Krankheit verursacht eine Entzündung der Blutgefäße und kann teils zum Herzinfarkt führen. Gerade für jüngere Kinder, kann das durchaus den Tod bedeuten.

Erkannt wird das Kawasaki-Syndrom zu Beginn an blutunterlaufenen Augen, Fieber und Aneurysmen, die später auch zum Herzinfarkt führen können. Da es allerdings keinen bestimmten Test für die Krankheit gibt, sind die Ärzte darauf angewiesen es anhand des Vorliegens von Symptomen zu erkennen.

Bei dem kleinen Leo Copkaken wurden diese Symptome irrtümlich als Streptokokken-Infektion gedeutet. Allerdings verbesserte sich sein Zustand nicht, obwohl er mit der dafür notwendigen Behandlung therapiert wurde. Also lud seine Mutter Fotos von ihm auf ihr Facebook-Profil hoch, auf dem eine Schwellung von Leos Augen und Kinn deutlich zu sehen war. Nachdem ein ehemaliger Nachbar die Bilder sah, rief er die Mutter umgehen an und äußerte die Vermutung, dass es sich bei den Symptomen tatsächlich um das Kawasaki-Syndrom handeln könnte. Das hat dem kleinen Leo vermutlich das Leben gerettet, denn im Krankenhaus, in das die Mutter ihn umgehend brachte, stellte sich heraus, dass die Kommentatoren mit ihren Vermutungen tatsächlich richtig lagen.

Wie das Krankenhaus erklärt, können die Symptome des Kawasaki-Syndroms furchterregend sein und sich über die Zeit sogar noch verschlimmern, wenn die Krankheit fortschreitet. Sie gehen einher mit Fieber in seiner Anfangsphase, stark geröteten Augen, angeschwollenen Händen und Füßen, auf denen sich ein Hautausschlag ausbreitet und angeschwollenen Lymphknoten.

Zwar fühlt sich der kleine Leo Copkaken bereits deutlich besser, nachdem die Krankheit auf die richtige Art und Weise behandelt werden konnte, allerdings trug er bereits Leberschäden davon. Diese könnten durchaus dazu führen, dass sich die Gefahr eines Herzinfarktes erhöht, wenn er größer wird.

Die Geschichte zeigt, dass soziale Netzwerke durchaus eine große Möglichkeit zur Hilfeleistung bieten. Man könnte sagen, dass hier die Kollektiv-Intelligenz der Masse einen positiven Effekt hatte. Hier konnte einem kleinen Jungen möglicherweise das Leben gerettet werde.