Vergangenen Sonntag strömten 40.000 orthodoxe Juden das New York Citi Field. Die Religionsvertreter trafen sich in dem Stadion, um gegen die schädlichen Wirkungen des Internets zu protestieren.

Die ultra-orthodoxen jüdischen Männer sind der Ansicht, dass das Internet äußerst schädliche Wirkungen mit sich bringt. Pornographie, Glücksspiel und die Risiken von sozialen Netzwerken dürften nicht unterschätzt werden. Außerdem unterminiere es die Fähigkeit, ungestört und ohne Unterbrechung beten zu können.

Eytan Kobre, ein Sprecher der Versammlung, sagte, dass das Internet „epidemiartige Auswüchse“ angenommen hätte und die „Errungenschaften der Gesellschaft auffrisst“. In seiner Schlussfolgerung geht er davon aus, dass Ehebrüche, Gewalt gegen Frauen und soziale Isolation durch den Anblick von Nacktbildern und teilweise aggressiven Kommentaren auf Internetseiten ausgelöst würden.

Damit geht die in New York versammelte Gruppe weiter als die katholische Kirche, die im Internet lediglich die Gefahr sieht, dass Christen zum Satanismus überlaufen könnten. Dennoch werden auch noch positive Aspekte gesehen, denn immerhin könne auch der Glaube über das Internet und soziale Netzwerke weiter verbreitet werden.