Die aktuellen Konsolen auf dem Markt verbrauchen zu viel Strom. Dieser Ansicht ist die EU-Kommission und will dagegen vorgehen. Ein Problem sieht man unter anderem darin, dass sich die Konsolen nicht automatisch abschalten, sondern im Standby-Modus verweilen.

Konsolen - Zu hoher Stromverbrauch: EU drängt auf umweltfreundlichere Konsolen

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuKonsolen
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 81/821/82
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Mit einer solchen automatischen Abschaltung und auch einer verbesserten Firmware erhofft man eine Senkung der Stromkosten um 1,30 Euro pro Jahr bzw. 8 Euro über die gesamte Lebensdauer der Konsolen.

Klingt auf den ersten Blick natürlich super, allerdings dürften Verbraucher am Ende dadurch nicht wirklich sparen, sondern sogar noch drauflegen müssen. Laut der Bild hat die Kommission errechnet, dass die durch die Anpassungen an die gesetzlichen Regelungen die Konsolen um bis zu 40 Euro teurer werden könnten.

Der EU geht es beim Energieverbrauch auch nicht direkt um den Spielemodus, sondern vielmehr um die Navigations- und Abspiel-Modi. Also während man sich im Menü bewegt und während man Multimedia-Inhalte konsumiert. Und auch Regelungen sieht die EU vor, laut denen die Konsolen leichter zu reparieren sein sollen.

Die drei Konsolen-Hersteller Nintendo, Microsoft und Sony haben sich dem Druck gebeugt und sind eine Selbstverpflichtung eingegangen, um ihre Geräte umweltfreundlicher zu gestalten. Dafür haben sie nun bis Ende 2017 Zeit.

Sollte sich am Ende dann herausstellen, dass die Konsolen doch nicht so umweltfreundlich geworden sind, dann soll eine gesetzliche Regelung kommen. Ein entsprechender Lenkungsausschuss wird das überprüfen.

Konsolen stellen nur einen kleinen Teil in dem Ziel dar, den Energieverbrauch in der EU bis zum Jahr 2030 um 27 Prozent zu senken.