Ubisofts Geschäftsführer, Yves Guillemot, sagte, dass es der Spieleindustrie an Kreativität mangelt - und zwar aufgrund der Tatsache, dass die Publisher ihre neuen Produkte auf einer alten Konsolenhardware veröffentlichen müssen. Guillemot glaubt, dass dies der Grund dafür wäre, warum die Industrie sich „in einer Depression“ befände und die Veröffentlichung der nächsten Konsolengeneration notwendig sei, um wieder Fahrt aufzunehmen.

Konsolen - Ubisoft klagt über zu lange Konsolen-Lebenszyklen

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Braucht es jetzt wirklich eine neue Konsolengeneration? Oder lässt sich für das aktuelle Zubehör und die 3-D-Möglichkeiten noch einiges entwickeln?
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„Wenn wir uns die Geschichte der Industrie anschauen, sehen wir, dass es Zeiten gab, zu denen es richtig war, neue Produkte vorzustellen, und Zeiten, zu denen es schwerer war.

Auf dieser Stufe im Konsolen-Lebenszyklus ist es möglich, neue Produkte vorzustellen, aber es wäre attraktiver, wenn neue Konsolen auf den Markt kommen. Das ist der Moment, an dem die Konsumenten offener dafür sind, neue Dinge auszuprobieren. Wenn Konsolen reifer werden, dann sind es die großen Marken, die die meisten Verkäufe geradzu aufsaugen.

Jedes Mal wenn neue Hardware herauskommt, gibt das unseren Kreativteams mehr Freiheit und sie müssen nicht den gleichen Regeln folgen. Sie können neue Dinge ausprobieren, weil die Konsumenten neue Dinge erwarten.“

Guillemot stimmt der Idee zu, dass die Veröffentlichungen des 3DS sowie der Kinect- und Move-Controller helfen würden, aber es geht halt erst mit der Veröffentlichung neuer Konsolen wirklich weiter.

„Das Zubehör und die Handhelds sind wirklich gut, aber ich denke, es wäre großartig für die Technologie, wenn sie von neuen technologischen Entwicklungen profitieren würde. Prozessoren werden immer und immer leistungsfähiger, Grafikkarten haben sich weiterentwickelt. Da draußen sind viele Technologien, die uns helfen würden, eine bessere Spielerfahrung auszuliefern, und der Industrie als Ganzes helfen würde zu wachsen."

Ein Teil des Grundes dafür, warum sich die Industrie zurzeit in einer Depression befinde, sei der länger als übliche Lebenszyklus der aktuellen Konsolengeneration. Die Konsumenten mögen die aktuellen Formate zwar, aber da sei nicht genug Kreativität am Ende des Lebenszyklus, um das Geschäft wirklich zum Laufen zu bringen.

Damit sagt Guillemot das Gegenteil von SCE-UK-Geschäftsführer Ray Maguire, der letztens erst sagte, dass es viel zu früh wäre, um über eine vierte PlayStation-Generation nachzudenken. Man wäre erst bei der Hälfte des Lebenszyklus angekommen. Und mit der nachgerüsteten 3-D-Fähigkeit und den neuen Steuerungsmöglichkeiten gebe es auch durchaus noch genug Möglichkeiten für einen kreativen Einsatz der Technologie.