Wenn sich sogar Electronic Arts besorgt zeigt angesichts der zu erwartenden Kostenexplosion bei der Spieleentwicklung, wie sieht es dann für kleinere Häuser aus?

Bei EA rechnet man mit einer Steigerung der Kosten um 100-200%, wenn erst einmal Konsolen wie die Playstation 3 und Xbox 2 auf dem Markt sind. Kein Wunder, denn neue Unterhaltung wird auf Dauer nur dann verkauft, wenn sie den Möglichkeiten der neuen Geräte entsprechend entsteht. Das ist nicht weiter überraschend, denn auch für den PC haben Projekte ein immer größeres Budget.

Die Frage ist nicht, ob in Zukunft gedaddelt wird, sondern welchen Entwicklern und Publishern es überhaupt gelingt, zu überdauern. Müssen wir für unser Hobby in Zukunft mehr hinblättern? Welches Spektrum wird bleiben? Werden wirklich neue Ideen noch Chancen haben oder gibt es fortan hauptsächlich " krisensicheres Gameplay"?

Jeff Brown von EA sieht den Vorgang wie einen "Waldbrand, der die gesunden Bäume stärkt und das 'Unkraut' beseitigt." Komisch, verbrennen bei einem Waldbrand nicht auch gesunde Bäume? Irgendwas schmeckt mir nicht an dieser Einstellung. EA ist ein guter Publisher, veröffentlicht zweifelsohne tolle Spiele und ist laut Jeff Brown gerüstet für die Zukunft. Doch kann sich jemand entsinnen, wann Monopole bzw. monopolähnliche Situationen jemals wünschenswert waren (außer für den/die Inhaber)? Solche Gedanken können kommen. Man kann sie aber auch außen vor lassen und darauf vertrauen, dass Spieler/Käufer letztlich für Produkte ausschlaggebend sind.

Tatsache ist, dass die Luft dort oben merklich dünner wird. Daran ist nicht zu rütteln. Tatsache ist auch, dass wir es alle indirekt wollen. Und so harren wir der Dinge, die da kommen, möglichst optimistisch, dass unser Hobby bei guter Gesundheit fortbesteht.