Der MMOG-Markt auf Konsolen ist längst nicht so weit fortgeschritten, wie der auf PC-Systemen. Einzig das schon seit Jahren beliebte Final Fantasy XI ist derzeit ein Lichtblick im MMO-Himmel auf Konsolen. Doch warum entwickelte bisher Blizzard noch kein entsprechendes Spiel für Konsolen? Vize-Präsident Rob Pardo hatte es in einem Interview mit Industrygamers verraten.

Konsolen - MMOGs für Blizzard noch unvorstellbar

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World of Warcraft auf Konsolen? Niemals, meint Blizzard.
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So ist Blizzard der Meinung, dass es auf den Konsolen noch viel zu viele Hürden gibt. Eine dieser Hürden sind die Eingabegeräte, was eine Portierung von World of Warcraft schwierig machen würde. „Wie soll eine Portierung eines Spieles wie World of Warcraft funktionieren? Soll dem Spiel eine Maus und eine Tastatur beiliegen? Oder soll man versuchen, das Spiel an die verschiedenen Controller und Buttons anzupassen?“, so Rob Pardo.

Das größte Problem aber sei laut Blizzard der geringe Speicher der Festplatten. Alleine World of Warcraft nimmt rund 10 GB Speicher in Anspruch und zeigt sich durch zukünftige Updates und Spielinhalte sogar noch gefräßiger. Rob Pardo erklärte: "Das würde nahezu die komplette Festplatte beanspruchen, und dann gibt es sogar noch Xbox-Versionen, die nicht mal eine Festplatt besitzen.“

Zudem sei auch das Geschäftsmodell der Konsolen-Hersteller nicht optimal, da Microsoft und Sony die Lizenzgebühren anhand der Verkaufszahlen berechnen. Würde man aber ein MMO auf den Markt bringen, das sich zusätzlich durch ein Abo-Modell finanziert, wollen die Konsolen-Hersteller einen gewissen Anteil der monatlichen Einnahmen haben. Ab der nächsten Konsolen-Generation aber sieht Blizzard durchaus die Möglichkeit, MMOs für Konsolen zu entwickeln.