Die Dreamcast von SEGA war ihrer Zeit einfach voraus. Sie bot eine Technik, die selbst die nachfolgende Konsolengeneration teilweise übertrumpfte und lud die Spieler schon Ende der Neunziger ein, Videospiele über das Internet zu spielen. 2002 wurden die Produktion sowie der Verkauf der Konsole gestoppt und SEGA zog sich aus dem Hardware-Geschäft zurück, um Spiele für die Konkurrenz zu entwickeln.

Konsolen - Hätte die Xbox der Dreamcast helfen können?

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Auch 2010 erscheinen neue Dreamcast-Spiele.
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Da die PlayStation 2 im Jahre 2000 auf den Markt kam und der Dreamcast ab dieser Zeit die Lebensenergie wie von einem bissigen Blutsauger entzogen wurde, musste der damalige SEGA-Chef Isao Okawa natürlich dagegen halten. Also besuchte er mehrmals Bill Gates, der mit der Xbox eine weitere Konkurrenz zur Dreamcast am Start hatte. Okawa wollte Microsoft damals überzeugen, auf der Xbox auch Dreamcast-Spiele laufen zu lassen. Aber mit dem Hintergrund, einen Online-Service mit anzubieten.

Das hätte SEGA vielleicht retten können, doch Bill Gates zerstörte deren Hoffnungen nach einiger Zeit. Technisch möglich gewesen wäre es, Microsoft aber wollte mit Xbox Live einen eigenen Online-Service auf die Beine stellen, der auch nur mit Xbox-Titeln kompatibel sein sollte. Bill Gates und Okawa verhandelten zwar, allerdings konnte Okawa keinen vernünftigen Deal aushandeln. 2001 starb Okawa schließlich im Alter von 74 Jahren. Insgesamt 900 Millionen US-Dollar soll er aus eigener Tasche gezahlt haben, um SEGA über Wasser zu halten.

Übrigens traf Peter Moore die Entscheidung, die Produktion der Dreamcast einzustellen. 2003 ging er schließlich zu Microsoft. Mittlerweile ist er der Chef von EA Sports.