Im Rahmen der Game Developers Conference stellte Epic Games eine neue Version der bekannten Samaritan-Demo vor (wir berichteten), die grafisch die nächste Generation der Unreal Engine 3 zeigt. Doch solche Grafik hat natürlich auch ihren Preis - auf aktuellen Konsolen würde diese Technik so nicht laufen.

Konsolen - Epic: Wenn die Konsolen-Hersteller nicht aufpassen, werden sie von Apple überholt

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Epic versucht alles, um die Konsolen-Hersteller zu einer potenteren Hardware zu bewegen.
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Bedenken, dass die nächste Konsolen-Generation von der Power her eher nicht ganz so gut bestückt ist, gibt es nicht nur bei den Spielern. Und spätestens seit das Gaming auf iPad und Co. immer beliebter wird und es vor allem auch technisch schon sehr nahe an die aktuelle Konsolen-Generation herankommt, wird der enorme Fortschritt der mobilen Geräte immer deutlicher.

Doch laut Epics Vizepräsidenten Mark Rein versuche man alles, um die Konsolen-Hersteller zu einer potenteren Hardware zu bewegen. Denn wie Rein erwähnte, werden sie eines Tages von Apple überholt, wenn sie sich nicht anstrengen. Die Samaritan-Demo sei einer der Versuche, die Konsolen-Hersteller zu überreden, in die nächste Generation doch etwas bessere Hardware zu investieren.

Entwickler Epic war es nämlich auch, der Microsoft 2006 dazu überreden konnte, den Arbeitsspeicher der Xbox 360 auf insgesamt 512 MB zu erhöhen. Das hatte zwar letztendlich satte 1 Milliarde US-Dollar gekostet, im Nachhinein aber stellte es sich als gute Investition heraus.

Rein bezeichnet den Versuch, die Hersteller "jeden Tag zu pushen und zu überreden", als einen "Liebesbrief".

Übrigens befindet sich auch die Unreal Engine 4 in Entwicklung, die auf der GDC hinter verschlossenen Türen gezeigt werden sollte. Die Präsentation aber findet später im Jahr statt.

Rein sagte weiterhin: “Wir mögen den großen Bildschirm, die Heimkonsolen-Erfahrung und wir lieben auch das iPad-Gaming. Wir mögen all diese Dinge und unserer Meinung nach wollen die Kunden nicht, dass diese verschwinden. Sie verschwinden nur, wenn sie nicht das bleiben, was sie sind. Die Konsolen-Erfahrung besteht darin, die blutige Grenze zu überschreiten und alles auch über die Software zu subventionieren – wie es Apple mit den Telefonen macht. Hier besteht kein allzu großer Unterschied.".

“Das ist das Modell der Konsolen. Doch wenn man das nicht macht, wenn man nicht weit genug geht und keinen Unterschied hat, der groß genug ist, so dass die Kunden diesen Sprung auch mitgehen wollen, dann fällt man zurück. Ich glaube aber nicht, dass das passieren wird. Ich denke, die Konsolenhersteller werden uns wegblasen.”