Die japanische Zeitung Nikkei, die in Japan einen hohen Stellenwert genießt, berichtet über die Verhältnisse bzw. Arbeitsbedingungen bei Konami. Nachprüfen lässt sich allerdings nicht, inwieweit die Details der Wahrheit entsprechen.

Konami - Neuer Nikkei-Bericht: Konami behandelt Mitarbeiter wie Häftlinge

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Wenn demnach Mitarbeiter die Büros für die Mittagspause verlassen, so wird die Pausenzeit mittels Stechkarten aufgezeichnet. Wer sich zu lange in der Mittagspause befinden sollte, muss mit einer öffentlichen Bekanntgabe des eigenen Namens rechnen.

In den Bürogängen befinden sich Kameras, die allerdings nicht für die Sicherheit eingesetzt werden, sondern für das Kontrollieren der Mitarbeiter. Die meisten Konami-Mitarbeiter besitzen zudem keine eigene bestätige E-Mail-Adresse, stattdessen werden diese alle paar Monate zufällig neu generiert.

Sollte ein Mitarbeiter von Konami als "nutzlos" betrachtet werden, dann wird dieser in einen anderen Bereich versetzt. Beispielsweise als Sicherheitsdienst, oder aber der Mitarbeiter muss die Fitnessräume säubern oder er wird ans Fließband der Spielautomaten-Fabrik gesetzt.

2013 führte mit Asahi News eine von Japans größten Zeitungen ein Interview mit einem ehemaligen Konami-Mitarbeiter, der von der Spieleentwicklung in Konamis Spielautomaten-Fabrik gesteckt wurde, was bei ihm eine ernste Depression ausgelöst haben soll.

Wie dem Bericht der Nikkei außerdem zu entnehmen ist, kontrolliert Konami offenbar auch die Facebook-Accounts der eigenen Mitarbeiter. Wenn jemand via Facebook verkündet, Konami zu verlassen und jemand "liked" diesen Post, dann hat es sich dieser "Liker" verscherzt und er wird ebenso versetzt.

Wie bereits angenommen, trägt Kojima Productions nicht mehr länger den bekannten Firmennamen, sondern das Studio heißt jetzt Number 8 Production Department. Als würde Konami das Studio damit nicht schon längst entehren, so soll kein einziger Computer innerhalb dieses Bereichs mit dem Internet verbunden sein. Stattdessen sollen die Mitarbeiter nur interne Nachrichten verschicken können.

Verschlechtert haben soll sich die Firmenkultur 2010, als das Mobile-Game Dragon Collection ein echter Erfolg wurde. Mit geringem Aufwand konnte man hier also einen hohen Gewinn erzielen, während in Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain bis April 2015 80 Millionen US-Dollar gesteckt worden sein sollen.