Weihnachtsstress

Oh du fröhliche, oh du selige, Stress bringende Weihnachtszeit. Nicht nur, dass wir hektisch auf der Suche nach Geschenken durch die Stadt rennen. Der Weihnachtsstress geht noch weiter: Wir müssen uns auch noch entscheiden, welche Spiele auf unseren Wunschzettel kommen.Während das im Sommer aufgrund der begrenzten Menge an Toptiteln recht einfach wäre, bereitet die vorweihnachtliche Auswahl echtes Kopfzerbrechen.

Haben wir uns endlich entschieden, welche Spiele auf unseren Wunschzettel kommen und für welche wir unser Weihnachtsgeld hinblättern wollen, wird es so richtig anstrengend: Schließlich müssen wir die ganzen Games auch noch spielen und den zusammengetragenen Stapel Stück für Stück abarbeiten.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: natürlich freue ich mich über das Ende des Sommerlochs. So muss ich nicht mehr zum x-ten mal als Indiana Jones die Peitsche schwingen oder als Rayman herumhüpfen, um mich bei schlechtem Wetter zu beschäftigen, sondern kann mich endlich in neue Abenteuer stürzen. Aber wer um Himmels willen soll diese wahre Flut an Neuerscheinungen durchspielen? Und das in nur einem Winter. Vernunftsanhänger und Sparfüchse würden jetzt sagen, wir bräuchten nicht alle Neuerscheinungen auf einmal zu spielen und könnten sie uns stattdessen über das Jahr verteilt zulegen. So würde man auch dasSommerloch umgehen. Aber wer kann schon an Hits wie Ratchet & Clank 2, Prince of Persia, Max Payne 2 und wie sie alle heißen im Geschäft vorbei gehen? Passionierte Spieler jedenfalls nicht. Und wenn sie schon gekauft sind und zu Hause rumliegen, muss man sie auch spielen.

Also los. Steht der komplette Spiele-stapel erst mal zu hause, müssen wir ihn systematisch abarbeiten. Dafür braucht man zunächst einmal Zeit. Falls Sie ein vorausschauender Mensch sind, haben Sie wahrscheinlich ihren kompletten Jahresurlaub für diesen Moment aufbewahrt. Vielleicht legen Sie sich anschließend außerdem noch eine Grippe zu, bei der Sie ihre Genesung mit Spielen unterstützen können.

Wer allerdings mehr als ein Lieblingsgenre hat, dem reicht selbst diese Zeit nicht aus, um sich den begehrten Neuerscheinungen ausreichend zu widmen. Wünschen Sie sich deshalb gleich einen neuen Terminkalender zu Weihnachten, in den Sie ihren straffen Zeitplan eintragen können. Und jetzt nur nicht schlampen und Schluss mit allen Telefonaten oder einem Kaffee zwischendurch.

Sollten Sie Nichtspieler im Freundeskreis haben, die sich erdreisten, Sie zur Weihnachtszeit mit Anrufen zu stören, muss die Sekretärin ran. Sie haben keine? Als echter Gamer?

Dann nichts wie los und schnell eine besorgen.Hat es jemand von Ihnen schon mal geschafft, an mehreren Konsolen gleichzeitig zu zocken? Wenn ja, bin ich für Tipps dankbar. Mittlerweile schaffe ich es, mit der linken Hand als persischer Prinz von Wand zu Wand zu hüpfen, während ich mit der rechten Yoshi und Mario über die Fahrbahn dirigiere.
Sobald ich aber versuche, auch noch Top Spin mit dem Mund und Pokémon Pinball mit den Füßen zu handhaben, komme ich ins schleudern. Echte Profis steuern wahrscheinlich gleichzeitig auch noch Spellforce mit den Ohren.

So verwandle ich mich wie alle anderen Spieler im Winter in einen Zombie, der nachts aufwacht und unentwegt murmelt: "Muss spielen, muss spielen,...".

Immer dann fällt mir ein, woher das Klischee vom verrückten, blassen Zocker kommt, der Kontakt zur Außenwelt genauso meidet wie das Sonnenlicht und sich nur von Tiefkühlpizza ernähren.Auch wenn es stressig wird: Ich wünsche ein frohes Fest voller spannender Spiele.
Und: Durchhalten, Sie schaffen das!

Übrigens: Mehr zu unserem süßen Maskottchen Tippy finden Sie auf www.tippy.de. Erfunden und gezeichnet von unserem Mitarbeiter Rainer Wagner.