Sony reitet die Welle der Filmverspielung in die untergehende Sonne. Wie Uwe Boll im Rückwärtsgang rauscht heutzutage kaum ein Animationsfilm ohne passende Daddelei für die lieben Kleinen im Windschatten über die Kinoleinwände. Dementsprechend nagelt Ubisoft für Columbia ein paar befrackte Polarhühner aufs Brett und fertig ist die Laube. Zur Gewinnmaximierung gibt's den Spaß dann auch gleich für jede existente Konsole. Und wer hat das Nachsehen? Natürlich wir.

Warum Nachsehen? Versucht ihr mal eure Bürotür zu öffnen (oder den Mülleimerdeckel zu schließen), wenn gefühlte 3 Millionen Varianten des gleichen Spiels davor abgeladen werden. »Hier teste mal! Wir haben's dir für jedes System geschickt.« Aber was soll's: Vom PC über diverse Playstations und der Wii bis hin zur Xbox 360 heißt es nun Hühnerhüten und Pinguinpflegen.

Könige der Wellen - Surfende Pinguine! Was kommt als Nächstes? Kochende Ratten?

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Sobald die Welle eine Röhre bildet, gibt's Punkte bereits für das Drücken von Tastenkombinationen.
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Mit rund 15 Knöpperchen, beziehungsweise Tasten dirigiert man einen von acht surfbrettbewehrten Pinguinen (plus einem Huhn und einem Elch) dicht an der Brandung entlang. Die unterschiedlichen Level von Nordpol bis zur Südsee haben dabei mehrere, alternative Ziele. Als da wären: bestimmte Punktzahlen erlangen, eine gewisse Anzahl von Toren durchfahren und auf dem Wasser herumdümpelnde Surferfiguren sammeln. Das Erreichen dieser Ziele schaltet neue Level, Charaktere, Songs und Surfbretter frei.

Don't poke the penguin!
Die im Vordergrund stehende Punktklauberei vollzieht sich primär über das Ausführen von Tricks. Wie das im Detail vonstatten geht, erklärt einem das Tutorial ausführlich. Prinzipiell dreht sich aber alles darum, über die Welle oder diverse Rampen in die Höhe zu schnellen und im Flug einen von diversen Tricks auszuführen. Ist der bis zum Aufkommen auf der Wasseroberfläche beendet, gibt es Punkte, ist er es nicht, geht das Surfhuhn leer aus.

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Pinguin auf Speed: Im Turbomode geht mittenmang durch Hindernisse.
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Umso mehr Sprünge oder Slides der Spieler absolviert, umso weiter füllt sich die Energieanzeige am linken Bildschirmrand. Ist sie voll, kann der Pinguin im Extasemodus noch abgefahrenere, punkträchtigere Kapriolen schlagen. Zudem lässt sich die Energie für Temposchübe nutzen, welche beim Durchbrechen von auf dem Wasser befindlichen Blockaden helfen. Ballert man ohne einen solchen Schub vor ein Hindernis, haut es euren Surfer schlicht vom Board und er geht baden. Danach wird die Partie fortgesetzt, als wäre nichts geschehen - sprich: ohne Punktabzüge oder Ähnliches.

Während dieser Herumgurkerei könnt ihr zudem zahlreiche Powerups kassieren, etwa zum Verdoppeln der Punkte oder dem Auffüllen der Energieanzeige. Manche Level bieten noch insofern ein wenig Abwechslung, als in ihnen Abschnitte existieren, in denen die Welle eine Röhre bildet. Hier lassen sich durch das Drücken angezeigter Tastenkombinationen noch einmal Extrapunkte absahnen.

Spiel zum Film, die x-te
Neben dem Wettkampfmodus bietet »Könige der Wellen« noch einen Spielmodus namens "Tubesliding" und einen Multiplayermodus. Während ersterer eine tempobetonte Downhill-Variante des eigentlichen Spiels ist, werden in letzterem gegeneinander auf dem Split-Screen Punkte gesammelt.

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Die Namensgebung der Tricks ist bisweilen skurril.
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Die unterschiedlichen Versionen für die verschiedenen Systeme spielen sich dabei insgesamt recht ähnlich. Insbesondere Xbox 360 und PS 3 sehen nahezu identisch aus und spielen sich auch so. Grafisch sind naturgemäß Wii, Gamecube, PS2 und PSP nicht allzu berauschend aufgestellt. Was die Steuerung anbelangt, hängt der PC ein wenig hinterher. Interessant ist vor allem, dass die Wii-Remote nicht allzu innovativ eingesetzt wurde und sie das Spiel wesentlich schwieriger gestaltet, als es auf den anderen Konsolen der Fall ist.