Knightshift (PC-Test)
von Nina Ernst

Viel vorgenommen haben sich die Entwickler des PC-Titels KnightShift: Es beinhaltet gleich zwei Spiele und soll mit einem Strategie- und einem Rollenspielpart sowohl Einsteiger als auch erfahrene Spieler ansprechen. Ob das Konzept auf-geht, erfahren Sie in unserem Test:

Das Rollenspiel
Welches Genre hätten´s denn gern´? Wer KnightShift startet, muss sich zunächst zwischen Strategie- und Rollenspiel entscheiden. Im RPG-Teil steht ähnlich wie in Diablo das Prügeln von Feinden und Einsammeln von Gegenständen im Vordergrund.

Durch die Jäger- und Sammler-Action führt natürlich eine Aufgabe: Der Spieler soll den verschwunden Priester Thadeus finden und gegen das Böse kämpfen. Dazu bekommen wir in Dialogen verschiedene Aufträge. Entweder müssen wir Gegenstände und Personen finden oder Plätze von Gegnern säubern, um dort zum Beispiel ein Leuchtfeuer zu aktivieren.

Spieler von der schnellen Sorte rasen durch die Level, indem Sie einfach zum nächsten auf der Karte markierten Punkt rasen, alles Umherstehende ignorieren und ruck zuck die Aufträge abarbeiten. So entgeht ihnen allerdings einiges. Schließlich warten auf dem Weg zur nächsten Aufgabe eine Menge Gegner darauf, verprügelt zu werden.

Die bestehen meist aus Wölfen, Bären, Hexen und Skeletten und lassen nach ihrer Niederlage oft praktische Gegenstände fallen. Diese Waffen, Tränke und Rüstungen reißt sich der Spieler dann unter den Nagel, um sie selber zu verwenden oder beim nächsten Händler um die Ecke zu verkaufen.

Die Charaktere
Zur Auswahl stehen sieben steuerbare, genretypische Charaktere wie Bogenschütze, Ritter und Amazone. Auch der Charakteraufbau funktioniert wie bei den meisten Rollenspielen: Im Kampf sammelt die Figur Erfahrungspunkte.

Hat sie genügend Punkte beisammen, steigt sie eine Stufe auf und erhält Punkte, die der Spieler zum Beispiel auf Lebensenergie, Stärke oder spezielle Fähigkeiten wie Rundumschlag oder Tarnung verteilen kann.

Kämpfen
Die Gegner beeindrucken in der Regel eher durch Masse als durch Stärke. Nur an strategisch wichtigen Stellen zum Erfüllen der Aufgaben begegnen wir auch schon mal einigen Muskelprotzen. Obwohl das Gefecht mit einem einfachen Mausklick eingeleitet wird und in der Nähe stehende Monster automatisch angegriffen werden, ist auch etwas Taktik gefragt. Gegnerische Magier umhüllen benachbarte Gegner zum Beispiel mit einem Schutzschild, der
diese gegen Treffer nahezu immun macht. Daher sollte der Spieler zuerst den Auslöser des Schildes töten und sich erst dann den nun schutzlosen, restlichen Monstern widmen.

Außerdem rennen verwundete Feinde zum Teil weg, um ihre Energie zu regenerieren und erneut anzugreifen. Hier empfiehlt sich, statt dem im Getümmel als nächstes anvisierten Gegner zu verdreschen, zunächst den fliehenden zu verfolgen. Ist unser Held stark verletzt, benutzt er einen Heiltrank oder einen der Heilpilze, die an vielen Stellen zum Pflücken bereit stehen. Auch heilende Schreine sind in den Gebieten großzügig verstreut. Ist einer in der Nähe, sucht der Charakter ihn automatisch auf.

Findet er nichts dergleichen zum Auffrischen seiner Gesundheit, bleibt immer noch ein regenerierendes Nickerchen. Die Schlafoption kann allerdings nur benutzt werden, wenn keine Feind in unmittelbarer Nähe stehen.

Sightseeing
Die große Monsterprügelei führt den Spieler durch eine schön gestaltete Fantasy-Umgebung mit vielen Wäldern, Wiesen, Burgruinen, Bergen und Flüssen. Alle paar Gegnerscharen entfernt finden wir regelmäßig Dörfer, in denen Händler und Bewohner mit kleinen Zusatzaufgaben auf uns warten. Dank vieler Details und einem ordentlichen Tag- und Nachtwechsel kann die Optik von KnightShift überzeugen. Besonders schön ist das Wasser dargestellt, aber auch Effekte wie Feuere oder Zauber sehen gut aus. Weniger gut ins Gesamtbild passen die auf den Karten verstreuten Dungeons mit ihrer tristen Ausstattung. Außerdem hätten die Figuren teilweise noch ein wenig Feinschliff vertragen können.

Spaß
Der Rollenspielpart bringt durch die action-orientierte Auslegung zwar Spaß, leider wiederholen sich die Aufgaben aber recht schnell. In den Nebenquests müssen andauernd Leute zu irgendwelchen Plätzen begleitet, Hauswölfe von Hexen gefunden und Diebe kaltgemacht werden.Hier hätte wie bei der Gegnervielfalt etwas mehr Abwechslung nicht geschadet, um die Langzeitmotivation des unterhaltsamen Gemetzels und Gegenstände Sammelns zu erhöhen.

Sound
Spaß kommt allerdings nur mit einer Einschränkung auf: Die Lautstärke der Sprache muss möglichst niedrig gestellt sein. Denn was es hier auf die Ohren gibt, ist nur schwer zu ertragen. Während die Musik aus netten, mittelalterli-chen Klängen besteht und auch die Soundeffekte recht gut gemacht sind, sind die Dialoge und Kommentare der Charaktere richtig nervtötend. Waren es Gleichgültigkeit, der Versuch, witzig zu sein oder vielleicht etwas ganz anderes?

Wir werden wohl nie erfahren, was die Entwickler dazu gebracht hat, Dialekte mit prallen Wortwitzen zu paaren.Können Sie sich mit einem Barbaren identifizieren, der eine seltsame Abart von Bayerisch spricht? Seine Kommentare wie

KnightShift - Zwei Spiele in einem! Ist es das Geld wert?

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"Meine Beine schmörzn", "Hol´s die Schwiegermutter zur Hilfe" und "I will Blut" werden bereits nach fünf Minuten zu einer Herausforder-ung für Trommelfell und Nerven. Ein weiteres Dialekt-Highlight ist der sächsische Bogenschütze, der mit nasalem Unterton von den Taten seines Freundes Robin erzählt. Auch die sprachlicheren Ergüsse der harmloseren Charaktere wirken unmotiviert und Wortwitze kommen meist mit dem Holzhammer daher.

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Wer kann schließlich über Sätze wie "Deine Grafiken sind umwerfend" lachen?Strategie
Wer es lieber strategisch mag, erobert in den Kampagnen mit Prinz Siegfried dessen altes Reich zurück.

Dieser Teil des Games ist eine Mischung aus Echtzeitstrategie und Rollenspiel. Der Prinz ist abwechselnd mit seinen Gefolgsleuten auf Erkundungstour und baut seine Siedlungen aus.

Auf den Streifzügen durch die Umgebung müssen ähnlich wie beim RPG-Part kleine Aufgaben erledigt, Personen und Gegenstände gefunden und Gegenden von Feinden befreit werden.

Natürlich warten unterwegs stets eine Menge Gegner. Auch hier können Heilpilze und Rüstungen aufgenommen werden, nur verfügt Prinz Siegfried nicht über solch ein Inventar wie seine Rollenspielkolle-gen. Daher kann er nur mit Gegenständen etwas anfangen, die für den sofortigen Gebrauch bestimmt sind.Die Umgebungen sind vom Stil her gehalten wie die aus dem anderen Teil des Spiels und auch die Monster kommen den Rollenspielern bekannt vor. Zwischendurch müssen immer wieder Dörfer aufgebaut werden, in denen Milch den einzigen Rohstoff darstellt.

Nette Idee, mit der die Entwickler etwas frischen Wind in den ewigen Holz- und Goldhandel bringen wollten. Mit der gewonnen Milch lassen sich Einheiten trainieren und Gebäude bauen.

Während man am Anfang nur die Grundgebäude und wenige Arten von Kämpfern nutzen kann, kommen im Verlauf der Kampagne immer mehr hinzu, mit denen man auf Streifzüge gehen und die Festung verteidigen kann.

Spaß
Der Strategiepart stellt den langweiligeren Teil des Spiels dar. Zwar ist er nicht wirklich schlecht, durch die vielen, rollenspielartigen Streifzüge kommt aber nur selten echte Strategieatmosphäre auf.

Auch wenn immer mal wieder ein Dorf aufgebaut und verteidigt werden muss, fehlt es hier trotzdem ein wenig an Abwechslung. Leider ist auch in diesem Teil die Sprachausgabe nicht besser als die des Rollenspielparts.

Außerdem
Neben den Kampagnen und dem RPG-Part können die Spieler auf vorgefertigten Karten einzelne Gefechte austragen. Außerdem gibt es einen integrierten Editor zum erstellen eigner Maps. Auch Multiplayer-Sessions beider Spielvarianten sind per LAN oder über das Internet möglich.

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KnightShift - Zwei Spiele in einem! Ist es das Geld wert?

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