Ihr habt richtig gelesen, Produzentin Amy Pascal hat den Bieterwettstreit um die Rechte an Spiele-Entwicklerin Zoe Quinns noch nicht verfassten Memoiren gewonnen und plant eine Verfilmung möglicherweise mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle.

Kino News - Bieterwettstreit entschieden: Gamergate wird verfilmt

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Zoe Quinn (mitte) gemeinsam mit Anita Sarkeesian auf der UN Women-Versammlung
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Gamergate, das Unwort der Gaming-Szene im vergangenen Jahr rund um eine verworrene Debatte um Mi­so­gy­nie und spielejournalistischen Ethos. Eine zumeist über das Internet und besonders auf 4chan und feministischen Seiten ausgefochtene Kontroverse mit Opfern auf allen Seiten. Die (unfreiwillige) Hauptrolle übernahm dabei Spiele-Entwicklerin Zoe Quinn, der Ausgangspunkt des Ganzen.

Und kaum dass man denkt, Gamergate sei endlich vorbei, da soll der Stoff nun auf die große Leinwand gebracht werden. Produzentin Amy Pascal, selbst Angelpunkt des letztjährigen Sony Pictures-Leaks, in dessen Verlauf sie ihren Hut nahm, gewann einen Bieterwettstreit für die noch nicht verfassten Memoiren Quinns mit dem Titel Crash Override: How To Save The Internet From Itself. Das Buch soll im September kommenden Jahres veröffentlicht werden. Darin verarbeitet Quinn ihre Erlebnisse und Erfahrungen während der Ereignisse rund um Gamergate und schildert die Morddrohungen, die sie von anonymen Personen im Internet erhielt.

Produziert wird der Film von Pascal und Rachel O'Connor. Für die Hauptrolle seien bereits einige Schauspielerinnen im Gespräch. Angeblich habe auch Scarlett Johansson Interesse gezeigt.

Doch was war Gamergate noch einmal? Hier ein schneller Überblick:

Alles begann mit dem Vorwurf von Eron Gjoni, der in seinem Blog seiner Ex-Freundin, Spiele-Entwicklerin Zoe Quinn (Depression Game) vorwarf, ihn mehrmals betrogen zu haben. Darunter auch mit Nathan Grayson, seines Zeichens Redakteur bei Kotaku. Schnell begann die Internetgemeinde Quinns Status als Spiele-Entwicklerin mit Graysons Status als Spielejournalist zu verknüpfen, obwohl Grayson Quinn nur stellenweise in seinem Bericht über eine Reality-Show über Indie-Spiele zitierte, und das, noch bevor er fest bei Kotaku einstieg. Es folgte der Vorwurf der Korruption - positive Berichte über Quinns Projekte im Austausch für Sex? Tatsächlich war es der Schauspieler Adam Baldwin, der den Hashtag #GamerGate in einem Tweet in die Welt setzte.

GamerGate war also in diesem Kontext eine Bewegung gegen missbräuchliche Berichterstattung, die auf Korruption innerhalb des Geflechts aus Spielejournalismus und Spiele-Entwicklern bestand. Doch die enge Verknüpfung des Falls Zoe Quinn, der zunächst in der sogenannten Quinnspiracy behandelt wurde, führte auch zur unglücklichen Annahme, bei GamerGate handle es sich um eine konservative, frauenfeindliche Bewegung gegen Spiele-Entwicklerinnen und generell Frauen in der Spieleindustrie, was so auch von Feministinnen wie Anita Sarkeesian oder Spiele-Entwicklerin Brianna Wu kommuniziert wurde.

Was meint ihr? Während Inside Wikileaks mit Benedict Cumberbatch als Julian Assange und Regisseur Oliver Stones Snowden mit Joseph Gordon-Levitt in der Rolle des Whistleblowers Edward Snowden ihre Daseinsberechtigung haben, muss man sich bei Zoe Quinns Memoiren doch fragen, welches Publikum man mit einem solchen Film ansprechen will.

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