Kingdom under Fire (Xbox-Test)
von Tobias Gehring

Das Warten für alle KUF-Fans hat ein Ende. Mit Kingdom Under Fire: Heroes veröffentlich Entwickler Deep Silver den offiziellen Nachfolger des Action-RTS. Die Geschichte von »Heroes« spielt dabei in zur gleichen Zeit wie der

Kingdom Under Fire: Heroes - Trailer

Hartes Kriegsszenario mit düsterer Atmosphäre
Eine Kleinstadt in der Nähe der östlichen Grenze Hironeidens wird von einer schlagkräftigen Armee angegriffen, deren Herkunft unbekannt ist. Es beginnt eine Schlacht um Leben und Tod.

Als man denkt, der Krieg sei verloren und die Kriegsherren mit böser Absicht haben alle Widerstände beseitigt, rücken sieben Helden in den Mittelpunkt. Jeder der Kämpfer hat in diesem großen Krieg, in dem das Schicksal aller Sterblichen entschieden wird, seine eigene Kampagne.

Dabei ist die Handlung von Kingdom Under Fire: Heroes im gleichen Zeitraum wie die des Vorgängers angesiedelt. Allerdings wird der Spieler bei längerem Kommandieren seiner Truppen und Helden bemerken, dass sich die Handlung stark auf Ereignissen vor dem Krieg bezieht. Langeweile für all Diejenigen unter euch, die KUFH: The Cusaders ausgiebig gespielt haben, wird somit nicht aufkommen.

Auf in den Kampf…
Zu Beginn des Spiels wählt ihr euren Helden aus. Dabei fällt auf, dass die Charaktere sehr detailliert gestaltet sind. Ketten, Helme oder sonstige Accessoires, die Kämpfer zu dieser Zeit besaßen, wurden vom Entwickler berücksichtigt und gut umgesetzt.

Zwar gibt es nicht die Verspieltheit wie bei Dynasty Warriors oder Kessen, jedoch machen die ausgewählten Charaktere eine gute Figur. Dabei unterscheiden sich die Helden in Kampfstil, Kampagnen und Handlungsfäden. So gibt es folgende Geschichten hautnah zu erleben:

Ellen ist ein Offizier der ecclesianischen Armee und soll dem Königreich Arein eine Botschaft überbringen. Dabei ist Arein, eine Provinz der Elfen, kaum noch zu halten. Nach einem langen Krieg ist die Stadt sehr heruntergekommen und trotz Unterstützung von Hironeiden kurz vor dem Zusammenbruch. Das Königreich Ecclesia will diese Gelegenheit nutzen und Arein besetzen.

Kingdom Under Fire: Heroes - Düstere & actionreiche Massenschlachten!

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Rupert, ein Hironeiden-Offizier erhält von dem König den Auftrag einen Boten zu beschützen. Dieser Bote soll um Hilfe aus dem Ausland bitte, da die Hironeiden-Ritter von Regnier, einer feindlichen Truppe, besiegt wurden.

Fünf weitere Helden und deren Geschichten, ähnlich wie in den zwei genannten von Ellen und Rupert, erwarten den Spieler. Dabei gesellen sich Walter, ein Hauptmann der Gesandten, Urukubarr, der stärkste Krieger in Hexter, Morene, eine Halbvampirin von unübertroffener Schönheit, Leinhart, ein junger Prinz von Vellond und Cirith, die Dunkelelfen-Amazone, hinzu. Leider verwirren den Spieler zu Beginn die vielen Namen und Orte, so dass man des öfteren nicht genau nachvollziehen kann, wo man sich gerade befindet und in welchem Zusammenhang sie mit den Charaktere stehen.

Packshot zu Kingdom Under Fire: HeroesKingdom Under Fire: HeroesErschienen für XBox kaufen: Jetzt kaufen:

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Ähnlichkeit der Kampagnen. Es gibt zwar immer einen neuen Helden mit anderen Combos und Spezialfähigkeiten, jedoch spielt sich die Kampagne meist gleich: Gegnerische Soldaten besiegen. Sich und somit seinen Begleiter retten.

Action pur!
Habt ihr euch nun für einen Helden und deren Handlung entschieden, startet die Kriegskampagne.

Kingdom Under Fire: Heroes - Düstere & actionreiche Massenschlachten!

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Es steht euch zu Beginn nur eine einfache Infanterie-Einheit zur Verfügung. In einem Editorial lernt der Spieler, wie er seine Truppen vorteilhaft in den Schlachtfeldern bewegt und strategisch die Einheiten teilt. Hier erinnert das Spiel ziemlich stark an Kessen, welches für PlayStation 2 zum Launch erhältlich war und dessen Nachfolger in Japan große Erfolge feierte.

Nachdem ihr den ersten Schritt erfolgreich bewältigt habt, lernt ihr in kürzester Zeit und relativ gut beschrieben, wie man Angriffe effektiv abwehrt, gegnerische Anführer für einen Überraschungsangriff ausschaltet oder aber mehrere Einheiten verschiedener Klassen gleichzeitig einsetzt. Nach über 50 Stunden Spielspaß entwickelt ihr euch zu einem richtigen Kriegsherrn. Dabei muss man leider erwähnen, dass nach gut 12 Stunden Spielspaß die Motivation sinkt. Das liegt daran, dass viele Kämpfe und Combos identisch sind oder sich oft wiederholen. Dies wird mit der Zeit zur Gewohnheit und lässt eine gewisse Innovation vermissen.

Bei allem Planen und Kommandieren der Einheiten kommt die Action jedoch nicht zu kurz. Während die Sequenzen im Vorgänger auf authentische Kampfweisen des Mittelalters setzten, fügte man bei Kingdom Under Fire: Heroes durchaus mehr Fantasy und übermenschliche Manöver hinzu. Diese Effekte sehen grafisch wirklich gut aus und spätestens nach der Wiederholung wird man bemerken, mit welcher Raffinesse und Detailverliebtheit der Entwickler gearbeitet hat. Ab einer gewissen Menge von interagierenden Charaktere scheint die Framerate jedoch leicht einzubrechen und es gibt die ein oder anderen Grafik-Ruckler.

Abschließend sollte man noch die gut umgesetzten Xbox Live Features erwähnen. Hat der Spieler die Kampagnen abgeschlossen und somit den Einzelspieler-Modi ausgereizt, kann er sich über den Online-Modus seiner Xbox menschlichen Gegnern stellen. Dabei stehen euch die aktuellen Xbox Live 3.0 Features zur Verfügung. Grob lassen sich die Modi in Truppenkampf, Teammodus und Heldenkampf unterscheiden. Außerdem kehren die vier Hauptfiguren aus dem Vorgänger im Live-Modus als spielbare Charaktere zurück.