Kingdom Hearts 3 ist da. Also fast. Bald. Sobald die 10-Jahres-Grenze der Warterei überschritten ist, mutiert ein Videospiel meist zu einem Flüsterwitz, ein amüsiertes Grinsen, wenn der Titel mit dem Wort “Release” in einem Satz erwähnt wird, oder zu einem Skelett, das als Meme an einem Tisch sitzt und wartet.

Und wartet.

Bis heute, denn vor nur wenigen Stunden durften wir den vermeintlichen Mythos namens “Kingdom Hearts 3” in der Demo anspielen und siehe da: Kingdom Hearts 3 existiert wirklich. (Echt!)

Freut ihr euch schon auf Kingdom Hearts 3?

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Willkommen zurück: Xehanort

Endlich haben wir ihn wieder. Der ewige Antagonist Xehanort tritt euch im dritten Teil der “Dark Seeker”-Trilogie erneut gegenüber; dieses Mal recht jung und mit schwarzem Anzug in einem Spielzeugladen aus Toy Story. Wie auch in den vorherigen Teile kämpft ihr an der Seite von Sora, dessen Schlacht gegen Xehanort womöglich in diesem Spiel ein Ende findet.

Kingdom Hearst 3 ist der letzte Teil der "Dark Seeker"-Trilogie und damit auch Schauplatz des finalen Kampfs mit Xehanort

Um Xehanort beizukommen, gilt es auch in Kingdom Hearts 3 wieder, durch verschiedenste Disneyversen zu krabbeln, Horden von Gegnern zu besiegen und das am besten mithilfe etlicher Disney-Ikonen. Das Tutorial der Demo meisterten wir etwa auf dem Olymp von Disney’s Hercules, während sich das nächste Level stark an Toy Story orientiert. Durch ein Spielzimmer voller Möglichkeiten zu krabbeln, ist so unterhaltsam, wie es klingt – und doch wirkt die Demo selbst recht linear, unterbrochen von Videosequenzen und getrieben von der Story, die euch von Kampf zu Kampf hetzt. Langweilig? Keineswegs, denn das Bekriegen selbst ist komplex und lässt euch etliche Fähigkeiten einsetzen.

Mit Ariel gegen Horden von Spielzeugfiguren

Aus Alt mach Neu: Das Kampfsystem von Kingdom Hearts 3 orientiert sich stark an seinen Vorgängern (einmal ein “Juhu!” bitte), zuzüglich neuer Fähigkeiten, die schnell begeistern: Neben den Final-Fantasy-esquen Blitzra-, Feura- und Eisra-Attacken könnt ihr etwa Superangriffe in Form von Attraktionen starten; und ja, es sind hier tatsächlich Attraktionen in Form von Fahrgeschäften aus diversen Freizeitparks gemeint.

Reicht das nicht aus, dürft ihr eure liebsten Disney-Charakter wieder sklavisch über Links an euch binden und sie für euch kämpfen lassen: Mit Ariel gegen Horden von Spielzeugfiguren antreten oder mit Goofey gegen Roboter kämpfen? Kein Problem für Kingdom Hearts 3, das genauso bunt, verrückt und spaßig anmutet, wie seine Vorgänger.

Die Kämpfe sind genauso knallbunt, wie in den vorherigen Teilen

Spaßig – zumindest für all jene, die gern Tasten und Sticks an ihrem Controllers malträtieren, bis das verschrumpelte Plastik zu Staub verarbeitet auf dem Boden eures Zimmers dahinvegetiert. Im Kampf gilt es zumeist, schnell und hart die richtigen Knöpfe zu betätigen, strategisches Denken ist nicht gefragt. Kingdom Hearts ist und bleibt auch im dritten Teil ein unterhaltsames Action-RPG, mit einem Fettmarker-Unterstrich bei Action.

Ein knallbunter Auftakt zum finalen Kampf zwischen Sora und Xehanort.Ausblick lesen

Zwischen Raketen-Party und düsterem Foreshadowing

Kingdom Hearts 3 ist ein schönes Spiel. Knallbunt, voller Glitzer-Explosionen und Horden von farbenfrohen Disney-Charakteren, die das Herz eines jeden Fans in die Luft jagen werden. Schön, auch im Sinne seiner Licht- sowie Schatteneffekte, die dem eigentlich recht einfachen Stil der Serie ein gehöriges Maß an Tiefe verleihen.

Bald ist der Mai vorbei: Welche Spiele euch noch erwarten, erfahrt ihr hier:

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Schön aber vor allen Dingen im Foreshadowing: Denn in den Multiversen zwischen Disney und Final Fantasy braut sich ein Unheil zusammen, eine seltsam düstere, neblige Geißel, die sich bereits im Tutorial über den Olymp schlich und höchstwahrscheinlich den Endkampf zwischen Sora und Xehanort ankündigt. Wie der aussieht, werdet ihr in den nächsten Monaten zum Release von Kingdom Hearts 3 erfahren. Und nochmal: Ja, es wird erscheinen. Ich gebe euch mein Wort.