Nur weil es von offizieller Seite heißt, dass es in Kingdom Come: Deliverance weder Magie noch fremde Wesen gibt, muss das ja nicht heißen, dass dennoch einige NPCs davon überzeugt sind, dass sie von einem Geist heimgesucht werden. So ergeht es auch Drahomira, für die Heinrich einen Exorzismus durchführen soll. Blöd nur, dass er das noch nie gemacht hat, die Quest “Ruheloser Geist” von Bugs verflucht ist und Heinrich dafür ein Buch aus der Klosterbibliothek stehlen muss - das Necronomicon.

Heinrich als Mönch? Kaum vorstellbar. Wer es so krachen lässt, ist im Kloster fehl am Platz:

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Ihr erhaltet die Quest Ruheloser Geist von einem Kräuterweib, das ihr im Norden von Ledetschko im Wald antrefft. Kunhuta berichtet euch von Drahomira, die seit dem Tod ihres Nachbarn Alois von dessen Geist heimgesucht wird. Nun liegt es an Heinrich - an wem auch sonst? - den Exorzismus durchzuführen und Drahomira endlich eine ruhige Nacht zu bescheren.

Exorzismus - Blumen und Bugs

Nehmt ihr die Quest an, könnt ihr schnell vergessen, dass ihr auch Mohnblumen braucht. Habt ihr zum Zeitpunkt des Exorzismus nicht ausreichend Mohnblumen im Gepäck, wird ein Bug eintreten, bei dem ihr weder vorwärts kommt, noch das Haus von Drahomira verlassen könnt. So viel vorweg. Nun alles von Anfang an.

  • Um den Bug zu umgehen, kauft prompt ein paar Mohnblumen bei Kunhuta. Insgesamt braucht ihr zehn.
  • Reist dann nach Ledetschko zu Drahomira. Sie wird euch nach Sasau schicken, zum Grab ihres Nachbarn, von dem ihr ein paar Blumen pflücken müsst. Ihr seht: Blumen sind unabdingbar in einem Exorzismus.
  • Wieder zurück in Ledetschko: Führt den Exorzimus mit Drahomira durch. Dabei ist egal, ob ihr auf Deutsch oder Latein faselt.
  • Ist die Zwischensequenz vorbei, wird euch Drahomira wegschicken und erwartet euch am nächsten Morgen zurück, um zu sehen, ob es funktioniert hat.
Ein Exorzismus soll den ruhelosen Geist in KCD vertreiben.

Kleiner Spoiler: Hat es natürlich nicht. Weder ist Heinrich ein ausgebildeter Exorzist, noch dürfen wir annehmen, dass es sich hier um einen echten Geist handelt. Das bedeutet aber nicht, dass die Quest damit abgehakt ist. Im Gegenteil: Nun geht es erst richtig los. Drahomira schickt euch nun zum Apotheker in Rattay, um mehr über Geistervertreibung herauszufinden.

Das Necronomicon finden

Ist das Hin- und Hergereise nicht wundervoll? Hoffentlich begegnet ihr zwischendrin immer mal wieder Wanderern, um günstige Bücher abzustauben oder lauft in ein paar unglückliche Banditen, um leicht Groschen zu machen. Ansonsten geht es jetzt nach Rattay, wo ihr mit dem Apotheker sprecht. Diesen findet ihr nahe des Marktplatzes im Westen der Stadt.

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Er wird euch von einem Buch berichten, das er lesen muss, um euch weiterzuhelfen und ihr es für ihn stehlen müsst. Und zwar nicht von irgendwo. Nein. Heinrich muss in die Klosterbibliothek von Sasau einbrechen und das Necronomicon von dort entwenden. Vorweg: Könnt ihr noch keine Schlösser der Stufe “schwer” knacken, solltet ihr mit der Quest etwas warten, andernfalls macht ihr euch den Stress umsonst. Seid ihr aber ohnehin im Kloster als Mönch - für die Quest Nadel im Heuhaufen - könnt ihr den Zugang zum Necronomicon auch bekommen, indem ihr Bruder Bibliothekar helft, die verlorenen Seiten zu finden.

Reitet oder spaziert also wieder nach Sasau und stellt sicher, dass ihr in der Nacht das Kloster betretet. Nachts schlafen die meisten Mönche, sodass es einfacher wird, herumzuschleichen. Da ihr leise sein solltet, müsst ihr auf ein Outfit setzen, das geringe Geräusche macht. In unserem Rüstungsguide haben wir ein paar Beispiele.

Begebt euch in den Südosten des Klosters und geht die Treppe hinauf. Weiter geradeaus befindet sich eine unabgeschlossene Tür, durch die ihr geht, bis ihr links durch eine weitere gehen könnt und damit einen verbotenenen Bereich betretet. Wieder eine Tür links weiter, durch den Raum mit einem Bett. Nehmt hier die Tür geradeaus vor euch.

Im folgenden Raum stehen ein Tisch und vier Stühle, ihr wollt aber an die Truhe dahinter, die ihr mit den richtigen Schlossknacken-Skills aufbekommt. Darin wiederum befindet sich der Schlüssel für die verbotenen Bücher, den ihr an euch nehmt.

Das Necronomicon liegt in der Bibliothek des Klosters in Sasau.

Weiter durch die nächste Tür, immer weiter geradeaus, bis ihr die Bibliothek erreicht. Direkt an der Tür steht ein Regal, das ihr aufschließen könnt, indem sich wiederum das Necronomicon befindet. Einige User berichten, dass sie das Buch nicht aufheben können. Hüpft ein wenig umher und geht es aus verschiedenen Winkeln an, dann sollte es klappen. Jetzt nichts wie raus, ehe ihr erwischt werdet und zurück nach Rattay.

Euch kommt das Necronomicon bekannt vor? Kein Wunder, ist es doch eine Schöpfung von H. P. Lovecraft. Welche weiteren Easter Eggs noch in KCD versteckt sind, zeigen wir euch in der folgenden Bilderstrecke:

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(9 Bilder)

Laras Grab finden

Und weil es so wunderbar ist, geht es prompt zurück nach Rattay zum Apotheker. Überreicht ihm das Buch und wartet circa einen halben Tag, bis er es durchgelesen hat. Vergnügt euch beispielsweise im Badehaus, geht eine Runde Farkle spielen oder stattet Theresa einen Besuch ab.

Er informiert euch darüber, dass ihr das Grab der verstorbenen Frau des Nachbars finden müsst. Wo sich dieses befindet, weiß vielleicht Drahomira, also müsst ihr - ihr habt es erraten - nach Ledetschko reisen und sie nach dem Grab von Lara fragen. Drahomira weiß es nicht, aber dafür jemand aus dem Dorf. Fragt entweder den Wirt in der Schenke oder die Schankmaid. Außerdem benötigt ihr noch etwas aus Alois’ Haus. Hierfür folgt ihr einfach dem Questmarker und nehmt schlicht etwas verkohltes Holz an euch, das ihr im Innern findet.

Ehe ihr zum Grab aufbrecht, solltet ihr vorher zurück zum Apotheker und ihm Bericht erstatten, denn dann begleitet er euch bei dem Zauber. Trefft ihn also am angezeigten Wegpunkt und reist gemeinsam zum Grab von Lara. Wo genau dieses liegt, seht ihr auf dem unteren Bild.

Laras Grab liegt im Wald. Hier solltet ihr mit dem Apotheker den Zauber wirken.

Den Zauber wirken und den Fluch beenden

Trefft den Apotheker gegen Einbruch der Dunkelheit. Sollte er noch nicht da sein, lasst einfach ein paar Stunden verstreichen. er wird den Zauber wirken und dann ist der Spuk angeblich schon vorbei.

Reist also zurück nach Ledetschko und sprecht am Morgen mit Drahomira. Zu eurem Entsetzen wird sie jedoch noch immer heimgesucht. Es stellt sich heraus, dass Drahomira nun die Hilfe des Priesters möchte. Ja, hier dürft ihr lange seufzen. Immerhin gibt es schon einmal vorab 150 Groschen von Drahomira mit dem Versprechen auf mehr, wenn die Quest endlich geschafft ist.

Nun reist Heinrich also nach Uschitze zu Pater Godwin, der euch berichtet, dass es sich hier weniger um einen Geist, denn um ein schlechtes Gewissen handelt, bei dem auch er wenig machen kann. Er empfiehlt euch, Drahomira ein letztes Mal darauf anzusprechen und sie ein Sühnekreuz errichten zu lassen, also müsst ihr - ja, leider - wieder zurück nach Ledetschko.

Um die Wahrheit aus Drahomira zu bekommen, bedarf es geringer Redekunst. Sofern ihr die Werte 5 / 5 / 4 übersteigt, seid ihr auf der sicheren Seite. Spendet ihr mit euren Worten etwas Trost und stimmt ihrer Idee zu, alles den Kindern zu beichten. Daraufhin schickt sie euch zum Steinbruch, um das Mahnkreuz in Auftrag zu geben. Sie gibt euch etwas Geld. Letzten Endes benötigt ihr aber nur zehn Groschen, um dem Ende endlich näher zu kommen.

Der Steinbruch befindet sich nordwestlich von Talmberg, also wieder flink aufs Pferd geschwungen oder die Schnellreise aktiviert. Befindet ihr euch an einem bestimmten Punkt in der Hauptmission, ist der Steinbruch für eine Weile verlassen. Da die Quest aber nicht zeitlimitiert ist, habt ihr dahingehend keine Eile. Nach einer Zwischensequenz wird Drahomira euch ihren Dank aussprechen und euch mit einem einzigartigen Ring belohnen.

Hat sich der Aufwand eurer Meinung nach gelohnt? Kaum eine Quest erfordert in KCD so viel Schnellreise und Hin und Her wie Ruheloser Geist. Aber hey, immerhin konntet ihr einen Blick ins Necronomicon werfen, habt einen tollen Ring bekommen und… Ja, ist ja schon gut. Ein wenig langatmig war es schon...