Im Zuge der Hauptgeschichte von Kingdom Come: Deliverance verschlägt es Heinrich alsbald schon nach Merhojed, wo er einen Gefangenen verhören soll. Doch, oh weh! Eine geheimnisvolle Seuche sucht das Dorf heim. So soll Heinrich herausfinden, worum es sich handelt und die Kranken heilen. Es ist aber gar nicht so einfach, das richtige Heilmittel zu finden und dann auch noch allen zu helfen. Wir zeigen euch einen sauberen Weg durch die Quest Die Seuche und lehren euch alle Kniffe beim Brauen des Heilmittels. Vorsicht, denn ihr könnt in dieser Quest Einiges falsch machen!

Nach der Schlacht in Pribyslawitz, bei der ihr hoffentlich das Lager der Kumanen sabotiert habt, und nach eurem Kampf gegen Wicht erhaltet ihr Kunde, dass ein Gefangener gemacht wurde, der von Melichar in Merhojed festgesetzt wurde. Reist ihr in den kleinen Ort, werdet ihr vor ein neues Problem gestellt, denn eine mysteriöse Seuche ist ausgebrochen.

Den Verstorbenen bleibt nur noch ein ehrenhaftes Begräbnis. Aber im besten Fall stirbt euch keiner.

Nun solltet ihr Schritt für Schritt vorgehen. Denn ihr wollt ja schließlich nicht, dass euch alle Kranken wegsterben, oder? Andernfalls könnt ihr nämlich auf eine Trophäe verzichten. Außerdem sollte Heinrich definitiv vorher schon lesen gelernt haben! Das ist essentiell, wenn ihr die Kranken retten wollt. Außerdem ist die Quest zeitlich begrenzt. Startet ihr sie also, solltet ihr sie fix beenden.

Die Seuche - Vorbereitungen und Untersuchungen

Zuallererst solltet ihr die Quest Mächtiger als das Schwert schon beendet haben, denn hier lernt Heinrich das Lesen. Seid ihr dann in Merhojed angelangt, sprecht zuerst mit Melichar, dem hiesigen Vogt der Stadt. Er lässt euch zum Gefangenen, wenn ihr die Seuche heilt.

In diesen fünf Häusern trefft ihr die Kranken an, die sich mit der Seuche in Merhojed angesteckt haben.

Ihr erhaltet die Anweisung, die Seuche zu untersuchen und nach Sasau zu reisen. Ehe ihr verreist, solltet ihr aber definitiv die Häuser der Kranken abklappern und Untersuchungen und Befragungen anstellen. Insgesamt gibt es fünf Häuser mit weißen Kreuzen an der Haustür, die ihr betreten müsst. Hier wiederum warten noch kleine Nebenaufgaben auf euch, die optional sind, aber für Heinrichs Gewissen und manchmal für seinen Geldbeutel lohnenswert sind:

  • Grab ausheben: Der Mann von Bedrischka hat es nicht geschafft und ist an der mysteriösen Seuche gestorben. Sie bittet euch darum, ein Grab für ihn auszuheben und ihn zu bestatten. Im Gegenzug sagt sie euch die Symptome. Helft der armen Frau gerne, die Informationen gibt sie euch aber auch ohne, dass ihr ihr helft. Wollt ihr aber das Grab ausheben, macht es sofort. Reist ihr nämlich nach Sasau, gilt diese Aufgabe als gescheitert.
  • Testament abgeben: Vinzenz ist sich seines Schicksals sicher und will, dass ihr seinen letzten Willen aufschreibt und ihn Pater Fabian in Sasau gebt. Dabei ist wichtig, dass sein Sohn Elias keinen Groschen erbt! Ihr könnt euch um diese Aufgabe auch entspannt nach der Quest kümmern. Dabei habt ihr sogar die Möglichkeit, die Familienfehde zu beenden.

Habt ihr alle Häuser besucht, kennt ihr nun auch alle Symptome. Also auf nach Sasau zu Johanka ins Kloster. Ihr kennt sie vermutlich bereits von der Quest In Gottes Hand. Sie wird euch berichten, dass Bruder Nicodemus ein Experte in Sachen Krankheiten ist. Er befindet sich ebenfalls im Krankenlager und steht meist neben dem Alchemietisch.

Wichtig! Habt ihr die folgenden Zutaten nicht im Inventar, kauft zuvor von ihm 2x Distel und 1x Baldrian sowie Holzkohle. Sollte er keine Holzkohle haben, findet ihr welche beim Schmied im Süden von Sausau. Nach dem folgenden Gespräch bricht Nicodemus dann nämlich nach Merhojed auf und verkauft euch erst einmal nichts mehr.

Beschreibt ihm die Lage in Merhojed, sagt ihm, dass quasi das ganze Dorf betroffen ist und auch die Tiere befallen sind. Er wird euch nun den Auftrag geben - vorausgesetzt, ihr könnt lesen - in einem bestimmten Buch nach der Krankheit zu suchen. Das Buch - das Brevarium de Signis Causis - findet ihr hinter Nicodemus auf einem Lesepult. Ihr müsst also noch nicht einmal den Raum verlassen. Aufgrund der Symptome kommt ihr zu der Erkenntnis, dass das Wasser in Merhojed vergiftet ist.

Fies! Wenn ihr nicht lesen könnt und dennoch helfen wollt, den Trank zu brauen, wird euch ein falsches Rezept angezeigt und die Kranken sterben!

Fragt Nicodemus nun, wo ihr anfangen sollt und daraufhin solltet ihr unbedingt, sagen, dass ihr das Heilmittel selber braut! Andernfalls wird Nicodemus zu lange brauchen und einige Dorfbewohner werden sterben. Da ihr ja aber vorher schon die Zutaten von ihm gekauft habt, könnt ihr euch sofort an die Alchemie wagen.

Heilmittel brauen, ohne Fehler zu machen!

Ihr steht sicherlich nicht zum ersten Mal am Alchemietisch, denn aufgrund der Speicherlage in KCD habt ihr schon den einen oder anderen Retterschnaps gebraut. Das Rezept für das Heilmittel ist etwas aufwendiger und bedarf gutes Timing. Wir haben es noch einmal Schritt für Schritt für euch aufgeschrieben und im nachfolgenden Video für euch gebraut:

Kingdom Come: Deliverance - So braut ihr das Heilmittel richtig23 weitere Videos
  • Geht an den Alchemietisch, öffnet euer Inventar und platziert die Zutaten Baldrian (1x), Distel (2x) und Holzkohle auf dem Regal.
  • Füllt den Kessel mit Wasser. Dabei handelt es sich um das gelbe Gefäß links.
  • Greift das erste Mal zur Distel und werft sie direkt in den Kessel. Dann nehmt eine zweite Portion aus dem Säckchen und gebt sie ebenfalls sofort ins Wasser.
  • Nun müsst ihr die Mischung zum Kochen bringen, indem ihr circa viermal den Blasebalg aktiviert. Ihr erkennt das Kochen an den aufsteigenden Blasen im Kessel.
  • Lasst das Gemisch für circa zwei Sanduhrumdrehungen kochen. Hört es auf zu blubbern, betätigt einfach zwischendrin noch einmal den Blasebalg.
  • Gebt nach dem Ablauf der zweiten Sanduhr eine Handvoll Baldrian hinzu und bringt die Mischung noch einmal zum Kochen.
  • Lasst es eine Sanduhrumdrehung köcheln und dann abkühlen.
  • Die Mischung gilt als abgekühlt, wenn das Feuer unter dem Kessel erlischt.
  • Wählt erst dann die Holzkohle aus. Heinrich wirft sie dann automatisch in den Topf.
  • Jetzt könnt ihr die Phiole unten links auswählen und den Trank direkt aus dem Kessel abschöpfen.
  • Wenngleich ihr nur eine Portion gebraut habt, wird sie für das gesamte Dorf reichen. Also stellt euch nicht mehrmals an den Alchemietisch.

Befolgt die Schritte exakt, denn auch wenn ihr zu viel falsch gemacht habt, wird euch angezeigt, dass ihr das Heilmittel für Merhojed gebraut habt. Seid ihr hingegen sicher, dass alles richtig vonstatten ging, könnt ihr daraufhin nach Merhojed reisen und Bruder Nicodemus aufsuchen.

Genug von der Alchemie? Geht doch lieber auf Schatzsuche. Hier warten mitunter die besten Waffen auf euch!

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Die Seuche heilen und die Quest beenden

Nicodemus ist höchstwahrscheinlich im Haus von Stroh, dessen Weib ebenfalls im Sterben liegt. Nicodemus wird euch nun damit beauftragen, fünf Erkrankte mit dem Heilmittel zu behandeln. Klappert einfach die Häuser der Erkrankten ab und behandelt auch Strohs Frau, wenngleich Nicodemus sagt, dass er sich um sie kümmert.

Den erkrankten Banditen könnt ihr erst behandeln, wenn ihr mit Melichar gesprochen habt. Er wird euch nun Zugang zur Scheune gewähren. Gebt dem Banditen eine Dosis des Heilmittels und wartet einfach ein paar Stunden, dann ist er ansprechbar.

Nach einem kurzen Gespräch erscheint dann der aufgebrachte Stroh, der den Tod seines Sohnes rächen will. Wollt ihr das Leben des Banditen verschonen, wählt hier die Option, dass ihr darüber sprechen wollt. Strohs Redekunst ist quasi nicht vorhanden und so könnt ihr ihn einfach überzeugen.

Nun müsst ihr nur noch einige Tage warten. Erledigt ein paar andere Nebenmissionen wie beispielsweise den Ruhelosen Geist, die Waldenser oder startet eine Romanze. Sind alle Dorfbewohner genesen, könnt ihr nach Merhojed zurückkehren und Melichar ansprechen, der euch mit 125 Groschen belohnt. Zudem erhaltet ihr ein paar Skill-Boosts.

So viel Aufwand für einen blöden Brief? Tatsächlich ist es auch möglich, die Kranken von der Seuche dahinsiechen zu lassen. Ihr würdet dennoch den Brief an dem toten Gefangenen finden. Aber ihr hättet eben auch ein ganzes Dorf auf dem Gewissen, dem ihr einfach hättet helfen können. Wie habt ihr entschieden?