In der Wissenschaft wird gerne Hardware aus der Unterhaltungselektronik verwendet, um damit Forschung zu betreiben. Das hat einen einfachen Grund: Es ist günstiger, vorhandene Hardware zu benutzen, auch wenn diese möglicherweise nicht ganz perfekt ist, als erst eigene Geräte und Sensoren im Rahmen von umfangreichen Forschungen zu entwickeln. Für Kinect gilt Ähnliches. Es wird nicht nur in der Virtual-Reality-Forschung verwendet sonder gibt nun auch Robotern eine dreidimensionale Sicht au die Welt.

Kinect - Microsoft Sensor wird zum Roboter-Auge

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/13Bild 26/381/38
Mit Kinect lernen Maschinen, ihre Umgebung wahrzunehmen. Viel günstiger, als erst eigene Hardware zu erforschen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die relativ günstige und vor allem massenhaft verfügbare Kinect-Technologie macht es den Kybernetikforschern einfacher, den Maschinen, die im Grunde nicht viel von ihrer Umgebung wahrnehmen (und das auch meist gar nicht müssen) einfacher, ihnen ein Bild der Welt zu vermitteln. Die bisher bekannten Roboter, nehmen ihre Umgebung hauptsächlich durch die Abtastung mit Ultraschallsensoren oder Laser-Abstand-Scannern wahr. Sie wissen also nicht „was“ im Weg ist, wenn sie einem Hindernis ausweichen, sondern nur „dass da etwas ist“.

Mit Kinect könnte es für die Wissenschaftler deutlich einfacher werden, Roboter zu entwickeln, die sich auch in komplexen Umgebungen zurechtfinden, weil sie damit ein dreidimensionales Bild der Welt generieren könnten. Ein Problem ist allerdings das Herumfahren unter freiem Himmel, da die Kinect-Kameras, die für das 3-D-Bild zuständig sind, dieses aus einem reflektierten Infrarotgitter aufnehmen. Ist die Umgebung zu hell oder richtet sich das Infrarotgitter gar gegen das Licht, wird z. B. nicht genug reflektiert, woraus noch ein Bild errechnet werden könnte.

Mit der Veröffentlichung von Microsofts Entwicklerkit wurde das noch einmal ein wenig leichter - wenn auch immer noch nicht alle Funktionen enthalten sind, die für ernsthafte Kognitionsforschung notwendig wären. Aber man ist damit schon mal einen ganzen Schritt weiter und kann den Maschinen auf günstige Art und Weise das Sehen beibringen.