Wenn man an Killzone 2 denkt, kommt fast zwangsläufig Sonys E3-Pressekonferenz von 2005 ins Spiel, bei der sich das Unternehmen nicht gerade mit Ruhm bekleckerte und ein Video zeigte, bei dem zumindest suggeriert wurde, es handele sich um Ingame-Material. Letztlich waren die Szenen dann doch vorgerendert und das Unternehmen bekam (und bekommt) dies von Fans und Presse zurecht um die Ohren gehauen.

Dass Entwickler Guerrilla Games an einem der meisterwarteten PS3-exklusiven Games arbeitet, darf jedoch trotzdem nicht außer Acht gelassen werden. Wir hatten die Möglichkeit, den Multiplayer-Modus in einer ausführlichen Hands On-Session auszuprobieren.

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Teamplay steht an erster Stelle

Im Multiplayer-Modus von Killzone 2 will man laut Guerrilla die Gamer zu Teamplay inspirieren und damit auch gleichzeitig den Aufbau einer Community fördern. Kein Wunder, denn nur eine aktive Spielergemeinschaft hält einen Actiontitel wie diesen auch über längere Zeit am Leben. Die Möglichkeiten der Charakterindividualisierung sollen dabei sehr vielfältig sein und jedem Spieler erlauben, die Spielfigur an seinen Spielstil anzupassen.

Killzone 2 - Die PS3-Hoffnung auf dem Mehrspieler-Prüfstand

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Gehört mittlerweile zum guten Shooter-Ton: Das Erballern verschiedenster Abzeichen.
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Man nennt das hier "Player Progression", bei der ihr euch im Laufe der für 32 Zocker zugänglichen Online-Matches bis zu 12 Ränge und 46 Abzeichen erballert. Dabei greift ihr auf das Klassensystem ("Badge System") zu, das sich in je sechs Unterteilungen bei Helghast sowie ISA gliedert, die inhaltlich jedoch aus Balancing-Gründen identisch sind. Mit diesen Auszeichnungen schaltet man wiederum nicht nur verschiedene Spezialfähigkeiten (maximal zwei je Spielfigur) frei, ihr könnt euren Spielcharakter zudem per Klassenkombinationen weitere Optionen an die Hand geben und damit dessen Vielseitigkeit auf dem Schlachtfeld erhöhen.

Keine Frage, dass gerade solche Features eure Langzeitmotivation erhalten sollen. Bei Release von Killzone 2, der für Februar 2009 angepeilt ist, werden acht große Maps und fünf unterschiedliche Missionstypen (Bodycount, Capture and Hold, Assassination, Search and Retrieve sowie Search and Destroy) mitgeliefert, in denen jeweils alle Parameter wie Klassen, Maps oder auch Waffen frei manipulierbar sein sollen. Man wolle das Gameplay so frei von Restriktionen halten wie nur irgend möglich, so die Entwickler.

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Wie in Call of Duty 4 sollen sich die Missionen dynamisch ändern.
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Das soll sich in dynamischen Missionen widerspiegeln, bei denen sich die Lage auf den Schlachtfeldern stetig ändert und ihr eure Taktiken entsprechend anpassen müsst. Es ist daher möglich, die Parameter eines Gefechts so einzustellen, dass sich die Zielsetzung während der Partien ändert. Während ihr eine Karte beispielsweise mit Capture and Hold beginnt, wechselt der Modus beispielsweise nach drei Caps nahtlos in Bodycount und anschließend Assassination.

Squads erhalten Vorteile

Da man das Teamplay fördern möchte, werden Spieler die in Squads agieren, in diesen Gefechten eine Reihe von Vorteilen genießen. Die Einheiten bestehen aus vier Spielern und erhalten einen eigenen Headsetchannel, dessen Inhalt anderen Gamern verborgen bleibt. Außerdem bekommen sie ein Squad HUD, mit spezifischen Anzeigen für ihre Einheit. Gefallene Kameraden können darüber hinaus an der Position des Teamleiters respawnen.

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Besonders viel Wert legen die Entwickler auf Community-Features wie Ranglisten und Turniere.
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Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass ihr generell aus einer Vielzahl von Spawnmöglichkeiten wählt, die euch unter Umständen sehr nah an die Gefechte bringen oder einen taktischen Rückzug bzw. Anschleichen ermöglichen. Clan-Spieler werden sich außerdem über eine weitreichende Unterstützung seitens der Entwickler freuen, denn Killzone 2 soll verschiedene Optionen wie z. B. eine Art Wettsystem für Ehrenpunkte, für solche Spielergemeinschaften bieten.

So soll es auch Turniere für bis zu 256 teilnehmende Clans geben, Online-Ranglisten, extensive Statistiken mit Website-Unterstützung und vieles mehr. In der Praxis konnten wir zwar diese Funktionen noch nicht ausprobieren, aber wir stürzten uns dafür in einige intensive Gefechte. Zwar hatten wir den Nachteil, gegen geübte Killzone 2-Betatester antreten zu müssen, trotzdem bekamen wir schon einen recht guten Eindruck vom Geschehen.

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Die gezeigten Maps hinterließen einen durchweg positiven Eindruck.
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Die gezeigten Maps sind sehr weitläufig und bieten jede Menge Möglichkeiten für Hinterhalte, verdeckte Scharfschützen und taktisches Vorgehen. Ziemlich gewöhnungsbedürftig war jedoch zunächst das träge Verhalten der Spielfiguren, beim Schwenken der Waffen oder Anvisieren der Feinde. Im Vergleich zu Call of Duty 4 wirkte es teilweise wie zäher Sirup und die in der Hektik vorgenommenen Änderungen in den Optionen schufen nicht wirklich Abhilfe. Die Möglichkeit, dass wir uns in der Kürze der Zeit einfach etwas ungeschickt angestellt haben, sei jedoch nicht ausgeschlossen.

Rasantes Gameplay

Das Gameplay an sich macht jedoch einen rasanten Eindruck. Wenn man mal abgeknallt wird, gelingt der Einstieg über das Respawnsystem sehr gut, schließlich sieht man auf der dafür verwendeten Übersichtskarte auch die Gegner und kann sich dementsprechend positionieren. Bei unserer Mission ging es darum, bestimmte Knotenpunkte zu sichern und damit Punkte zu ergattern, die letztendlich über Sieg und Niederlage bestimmen.

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Grafisch spielt Killwone 2 ohnehin in der Shooter-Oberliga.
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Dass wir uns trotz Mini-Radar noch nicht auf den Maps zurechtfanden, lässt sich kurzerhand auf unseren Neulings-Status zurückführen. Solltet ihr übrigens einmal nicht über genügend Mitspieler verfügen, stehen KI-Bots bereit, die die freien Slots in den Teams besetzen. Das gilt nicht nur für LAN-Partien sondern auch Online-Matches. Inwiefern diese computergesteuerten Mitspieler auch nur halbwegs mithalten können, lässt sich jetzt allerdings noch nicht beurteilen.