"Es muss nicht immer Gourmetkost sein. Auch ein grober Zombieschinken wie Killing Floor 2 befriedigt ungemein dank flatterndem Herzschlag und unendlichen Ketchupfontänen." - Denis Brown

Billig, plump und gerade deswegen unglaublich befriedigend. Eine Stunde am Tag reicht völlig, um Arbeitsfrust loszuwerden und zugleich eine ordentliche Portion Adrenalin zu tanken, darum sei Killing Floor 2 jedem empfohlen, der einer schnellen und heftigen Portion Zombie-über-den-Haufen-Ballern zugeneigt ist.

Killing Floor 2 - Full Release Launch TrailerEin weiteres Video

Grafisch ist das Splatterspektakel hübsch, wenn auch nicht überragend, in Sachen Steuerung sehr direkt und funktional. Es ist zwar schade, dass keine echte Einzelspielerkampagne bereitsteht, wodurch eine PlayStation-Plus-Mitgliedschaft obligatorisch wird, aber angesichts des Spielprinzips und der maximalen Spaßausbeute im Team ist das zu verschmerzen. Ein paar zusätzliche Boss-Varianten hätten nicht geschadet. Kosmetischen DLC gibt es dagegen en masse. Unterm Strich unnötiger Firlefanz.

Killing Floor 2 ist für PC, PS4 und seit dem 28. August 2017 für Xbox One erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.

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Pro

  • Teamwork vonnöten
  • Ohrenbetäubender Metal-Soundtrack
  • Abwechslungsreiche Maps
  • Gute Auswahl an Klassen und entsprechenden Waffen
  • Splatter-Zeitlupen
  • Schnell und heftig

Contra

  • Nervige Off-Kommentare
  • Manchmal etwas zu hektisch
  • Kein echter Einzelspieler-Anteil
  • Nur zwei Boss-Varianten

Grafik

Ob düsterer Schwarzwald oder grell beleuchtete Villa: Killing Floor 2 beschert hübsche Grafik bei der lediglich der heftige Wechsel des Level of Detail negativ auffällt, weil er etwas zu nah an der Kamera ersichtlich ist. Stets flüssige Bildrate und massenweise Splattereffekte entschädigen dafür.

Sound

Schussgeräusche und unterschiedlichste Varianten zerplatzender Körperteile dominieren die Klangabteilung, die hintergründig von schneidender Metal-Musik untermalt wird, auf Wunsch auch mit Gesang – oder vielmehr Gegrowle. Einzig die Off-Kommentare der Sprecherin mit ihren seltsam französisch anmutenden Floskeln kann auf Dauer etwas nervig sein.

Gameplay

Man kann zwar auch solo spielen, aber in dem Fall geht es nur um eine leicht abgeschwächte Variante des Multiplayer-Modus. Kann man als Training verstehen, aber nicht als Vollzeitbeschäftigung. Schade! Was hier geboten wird ist Zombie-Geballer der schnellen und einschlagenden Art. Strategisch dünn und manchmal auch nicht unbedingt fair, aber dafür schweißtreibend und heftig. Wie Left 4 Dead auf engerem Raum.

Multiplayer

Im Sechser-Team geht in Killing Floor 2 richtig die Post ab. Kommunikation und Zusammenhalt sind unabdinglich, aber wenn man gut zusammenarbeitet, bekommt man zehn Wellen samt Obermotz auch auf höheren Schwierigkeitsgraden klein. Zeit zum Durchatmen ist allerdings kaum gegeben. Fetzt!