Die gestrige Ausgabe des Heute Journals nahm die Deutschen Gamestage zum Anlass, um die Killerspiel-Debatte erneut zu diskutieren. Nachdem die Anmoderation noch auf die Veranstaltung hinwies, war in dem Bericht plötzlich kein Wort mehr darüber zu hören.

Rainer Fromm, der bereits im letzten Jahr mehrfach Kritik an Gewaltspielen übte, ist auch diesmal für den Bericht verantwortlich. Der Moderator der Sendung Steffen Seibert sagte: " ... eine moderne, verantwortungsvolle Branche mit tollen Wachstumsaussichten. [...]wir möchten nur darauf hinweisen, dass diese Branche einen Teil ihres guten Geldes auch mit üblen Produkten verdient."


Ab dann zeigte der Beitrag Szenen aus Call of Duty 4: Modern Warfare, Resident Evil 5 und aber auch Grand Theft Auto: San Andreas. Bei diesen Spielen stellte das ZDF das Morden und Töten in den Vordergrund und wies darauf hin, dass man bei Grand Theft Auto unschuldige Frauen mit einer Schaufel erschlagen kann.

Unter anderem äußerten sich in dem Bericht Elke Monssen-Engberding von der BPjM, der Münchener Schulpsychologe Werner Hopf und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Mit Sätzen wie "Es kann kein Freizeitvergnügen sein, andere Menschen zu ermorden ..." und "Also dieses Spiel Call of Duty ist ein exaktes Training für das Militär ..." stellten sie "Killerspiele" ins Abseits.

Interessanterweise war weder ein Kamerateam des ZDF noch Rainer Fromm bei den Deutschen Gamestagen vor Ort, um sich etwa Meinungen der Branchenvertreter einzuholen. Der gesamte Beitrag kann auf ZDF.de angeschaut werden.