Politiker schimpfen immer mal wieder gern über Ego-Shooter. Spiele wie Counter-Strike stehen immer wieder dafür gerade, wenn Amokläufe an Schulen durchgeführt werden. Sogar Psychologen wollen Zusammenhänge zwischen virtueller und realer Gewalt erkennen. Nun kommt ein Spiel, dessen Sinn und Zweck kein anderer ist, als einen Amoklauf an einer Schule zu simulieren.

School Shooter - Welch kranker Mist! Der Amoklauf-Simulator kommt

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Spielen mag kein Verbrechen sein. Die Qualität von Spielen, die Verbrechen simulieren, ohne einen aufklärerischen Hintergrund zu verfolgen, mag aber dennoch angezweifelt werden.
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Das Spiel von dem die Rede ist, ist eine Modifikation von Half-Life 2 und hört auf den Namen „The School Shooter“. Und hier ist der Name Programm. In dem einen Level, das bisher vorgestellt wurde, geht es zunächst um nichts anderes als darum, innerhalb von fünf Minuten so viele unbewaffnete Zivilisten zu erschießen, wie nur möglich. Danach stürmen ein paar Polizisten den Raum, die eindeutig noch die Half-Life-2-Combine-Texturen tragen. Nach diesen fünf Minuten tötet sich der Spieler selbst. Und das, darauf sind die Entwickler besonders stolz, mit einer individuellen Animation pro Waffe. Eine Pistole würde sich in den Mund gesteckt und abgedrückt werden, mit einer Granate sprengt man sich schlicht selbst in die Luft.

Die Entwickler haben sich dabei unter anderem an Waffen, die beim Columbine-Amoklauf benutzt worden sind, bedient und sie in das Spiel eingefügt. Dabei soll das Spiel einzig der Unterhaltung dienen, nicht etwas schockartig provokant sein oder gar zum Nachdenken anregen. Es geht einzig und allein darum, ein möglichst großes Blutbad anzurichten. Die Entwickler geben auch durchaus zu, dass es gar nicht die Absicht ist, die Spieler zum Nachdenken anzuregen oder aufzuklären. Die meisten anderen Spiele in diesem Setting seien einfach nur „scheiße langweilig“ und würden überhaupt keinen Spaß machen. Genau das wollte man mit dem „School Shooter“ nicht.

Und genau das ist auch die Zielgruppe für das Spiel. Spieler die eine Herausforderung darin sehen, herausforderungslose, weil unbewaffnete NPCs abzuschießen, die akzeptieren können, dass Videospiele keinen Sinn, keine Tiefe und keine Einsicht benötigen und die einfach nur das Hirn abschalten und rein reflexartig Spaß haben wollen.

Die Macher des Mods kümmert es ebenso wenig, wenn jemand in Zukunft mal einen Amoklauf durchführt und das Spiel als direkte Inspiration dafür angibt. Immerhin habe jeder ja ein Recht darauf wahnsinnig zu werden. Man würde sich nicht dafür schuldig fühlen, was andere machen, denn es ist nicht die Intention der Entwickler, dass Spieler Amokläufe ausführen. Andererseits hofft man, dass das Spiel eher präventiv wirke und die Leute davon abhält, Amok zu laufen - denn sie könnten das ja dann virtuell machen.

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