Ermittler in Seattle haben sich Dungeons and Dragons Online angesehen, um Antworten auf die Frage zu finden, warum ein 18-jähriger High School Student eine 16-jährige, in ihrer Entwicklung zurückgebliebene, Schülerin erdrosselt hat. Die Details zum Tathergang sind verstörend.

Killerspiele - Videospiel-Fantasie als Vorlage für Verbrechen?

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"Er ist ein guter Junge, ein Klassenclown"
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Der Täter, Tyler Wolfegang Savage, gab den Behören gegenüber an, dass er sein Opfer, Kimberly Daylie zu einem bewaldeten Gegend in der nähe seines Hauses in Puyallup, Washington lockte. Er erzählte den Ermittlern, dass sie nach 15 bis 20 Minuten versuchte zu verschwinden, woraufhin er sie von hinten schnappte und sie erdrosselte. Nach dem er sein Opfer getötet hat, gab Savage an, dass er ihr die Kleidung auszog und sie in Brombeergebüsch schleppte und ihr Fahrrad auf sie legte. Er gestand später, dass er ihren Körper berührte, bevor er sich von ihm abwandte.

Dann, erklärte er den Ermittlern, sei er nach Hause gegangen und spielte Dungeons and Dragons Online, um zu vergessen, was er getan hatte.

Das Savage das Verbrechen begangen hatte ist den Ermittlern zufolge unzweifelhaft. Er hat es nicht nur gestanden, sondern die Ermittler auch zu der Leiche geführt. Einzig die Frage nach den Gründen blieb offen.

Um hierauf nun eine Antwort zu bekommen, warfen die Ermittler einen Blick auf das Spielverhalten von Savage innerhalb von Dungeons and Dragons Online. In dem Spiel geht es zwar um das Töten von Monstern und das Erledigen von Quests - aber nicht davon hat mit Erdrosseln oder Vergewaltigen zu tun.

Die Verknüpfung zu der Tat und dem Spiel wurde von den Ermittlern hergestellt, weil der Täter selbst angab dass er das Spiel spielte „um zu vergessen“. Darauf hin konsultierten die Ermittler einen Experten für sexuelle Gewaltfantasien um herauszufinden, welche Verbindung zwischen dem Spiel und der Tat wirklich besteht.
Savages Verteidiger sagt, dass diese Verbindung pure Spekulation sei. „Was ist, wenn ein chemisches oder organisches Ungleichgewicht vorliegt oder irgendetwas körperlich falsch läuft, etwas identifizierbar medizinisch falsches in seinem Hirn, das diese Tat ermöglichte?“ – So der Verteidiger Jay Berneburg.

Die Ermittler machten aber eine Sache absolut deutlich. Sie sind nicht auf der Suche nach einer Möglichkeit Videospiele für Verbrechen verantwortlich zu machen. Sie wollen einfach nur verstehen, warum ein Jugendlicher ohne vorherige, kriminelle Auffälligkeit urplötzlich so ein schreckliches Verbrechen begeht.

Seine Nachbarn und Mitschüler Savage als „guten Jungen“ und „Klassenclown“ und sind schockiert darüber, dass er so ein Verbrechen begehen könnte. Eine Nachbarin sagte über ihn, dass er ein guter Junge sei, ein Spieler. Er wollte später mal Spieletester oder –entwickler werden.

Savage wurde wegen aggressivem Mord erster Klasse angeklagt – dem schlimmsten Verbrechen, das im Staate Washington begangen werden kann. Er wurde darüber informiert, dass man die Todesstrafe für ihn vorsehen wird. Die einzige andere mögliche Strafe für ein derartiges Verbrechen wäre eine lebenslängliche Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit der Entlassung.