Wie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend heute mitteilte, gilt das veränderte Jugendschutzgesetz ab heute. Jugendliche und Kinder sollen dadurch besser vor "medialen Gewaltdarstellungen" geschützt werden.

In einer News vom 13.06. berichteten wir bereits über dieses Gesetz. Den genauen Richtlinien nach regelt es nicht nur die zu indizierenden Datenträger, sondern auch Größe und Position der Warnhinweise von USK bzw. FSK: "Das Zeichen ist auf der Frontseite der Hülle links unten auf einer Fläche von mindestens 1200 Quadratmillimetern und dem Bildträger auf einer Fläche von mindestens 250 Quadratmillimetern anzubringen". Weiterhin werden Anbieter von "Telemedien" verpflichtet, sich der FSK anzuschließen und lizenzierte Filterprogramme zu verwenden.

Kritiker bemängeln vor allem, dass mit der überarbeiteten Gesetzes-Version nur der Zugang erschwert wird. Das würde aber nicht den pädagogischen Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden. Sie fordern vielmehr eine Verbesserung des bestehenden Systems.

Manche Firmen zogen bereits erste Konsequenzen. So beendet die Nürnberger IP Entertainment GmbH ihr Gameserver-Hosting XG1 ab heute.