Seit Erfurt und Emsdetten arbeiten Gutachter und Forscher auf Hochtouren. Neuestes Ergebnis einer deutschen Studie: Computerspiele sind nicht gewaltfördernd.

Die Untersuchung befasste sich zum ersten Mal das Spiel- und Aggressionsverhalten von Grundschülern, Testumgebung waren 4 Grundschulen aus verschiedenen Bezirken Berlins mit unterschiedlichen sozialen Gegebenheiten. Jeweils 280 Dritt- und Viert- sowie Fünft- und Sechstklässler waren die Probanden.

Getestet und befragt wurden sie zuerst nach ihrer Art und Weise mit Konflikten umzugehen und erarbeiteten eine Selbsteinschätzung. Danach erfasste man ihre Lieblings-Computerspiele sowie die Spielhäufigkeit.

Das Fazit: Tendenziell aggressivere Jungen neigten eher dazu, sich rauhere Lieblingsspiele auszusuchen, während Mädchen mit Hang zum Lügen und Intrigieren Rollenspiele bevorzugten. Trotz der unterschiedlichen Sozialstrukturen in den Schulen war das Ergebnis überall ähnlich. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass es sehr wohl so ist, dass aggressivere Menschen eher dazu neigen, gewalttätigere Spiele zu spielen, es aber kaum Anhaltspunkte für einen Umkehrschluss (gewalttätige Spiele machen aggressiv) gibt.

Genauere Erläuterungen zur Studie gibt es hier.