Forscher der Universität von Missouri sind davon überzeugt, dass gewalthaltige Videospiele das Niveau von aggressivem Verhalten steigen lassen. Bisher wurde dies allerdings noch nie in Experimenten ausprobiert. Eine Studie, bei der Spielern von brutalen Videospielen gewalthaltige Bilder gezeigt wurden, soll dies nun ändern.
Wer Call of Duty spielt, zeigt weniger Hirnaktivität beim Betrachten von Bildern. Möglicherweise ist das Gehirn ja auch nur bewegte Bilder gewohnt und strengt sich bei unbewegten weniger an...An der dreiteiligen Studie nahmen insgesamt 70 junge Erwachsene Teil. Im ersten Teil der Untersuchung sollten die Teilnehmer 25 Minuten lang sowohl brutale als auch nicht-brutale Videospiele spielen. An gewalthaltigen Videospielen wurden Hitman, Call of Duty, Killzone und Grand Theft Auto gespielt. Der zweite Teil bestand darin, den Teilnehmern sowohl neutrale als auch gewalthaltige Bilder zu zeigen, während ihre Hirnaktivität gemessen wurde. Zum Schluss wurden die Teilnehmer dann in Paaren aufgeteilt und vor die Aufgabe gestellt, ihren Gegenspieler einem in der Lautstärke einstellbaren Tonstoß auszusetzen. Dabei wurde die Lautstärke, die die Teilnehmer auswählten, als Maß für das Aggressionslevel festgelegt.
Die Wissenschaftler kamen durch die Untersuchung zu verschiedenen Ergebnissen. Zum einen stellten die Teilnehmer, die die brutalen Videospiele gespielt haben regelmäßig die Lautstärke des Tonstoßes lauter ein. Das wurde als erhöhtes Gewaltlevel interpretiert. Zweitens stellte man bei den Spielern mit den brutalen Videospielen eine reduzierte Hirnaktivität als Reaktion auf die brutalen Bilder ein, was als Indikator für eine Desensibilisierung gegenüber der Gewalt an sich angesehen wurde. Zu guter Letzt zeigten die Spieler, die regelmäßig brutale Videospiele spielen insgesamt eine reduzierte Hirnaktivität als Reaktion auf die gezeigten Fotos, unabhängig davon, ob sie Gewaltinhalte abbildeten oder nicht.
Professor Bruce Bartholow zog daraus folgende Schlussfolgerung:
„Mehr als alle anderen Medien, animieren diese Videospiele zur aktiven Teilnahme an Gewalt. Aus einer psychologischen Perspektive sind Videospiele exzellente Lernwerkzeuge, weil sie den Spieler für das Annehmen eines bestimmten Verhaltens belohnen. Unglücklicherweise mündet das Verhalten in vielen populären Videospielen in Gewalt.“


















Ach ja, Musik macht auch aggressiv
Töne als Aggressionsniveau - einfach lächerlich.
Wie wäre es, wenn man dies endlich einmal ausprobieren würde?
viel schlimmer finde ich, das die kinder vermehr vor der glotze geparkt werden und power ranger und teledummis auf sie einwirken. nur ist die tv lobbi einfach zu stark und macht die news ja selber, wer kennt nicht die gute RTL reportage wo cs gesagt und Doombilder gezeigt wurden...
(hab hier mal das englische Zitat aus der Quelle gewählt, weil ich nicht sicher bin, ob ich an Ingos Stelle 'animiert' als Übersetzung für 'encourage' gewählt hätte. 'begünstigen' hätte hier auch passen können und gibt der Sache eine etwas andere Note. Für den Rest bleibe ich bei Ingos Übersetzung.)
Da lehnt sich aber jemand sehr weit aus dem Fenster! So wie die Studie beschrieben wird, wurden die Probanden aufgefordert, den Lautstärketest zu machen. Es wurde dann lediglich die Stärke der Lautstärke gemessen. Hatten die Probanden überhaupt die Möglichkeit, keinen Ton abzugeben?
Mal davon abgesehen, dass diese Aussage sehr relativierend ist. "Mehr als alle anderen Medien..." Wie viel ist "mehr"?
Außerdem:
-Wie aussagekräftig bewertet man eine Studie mit nur 70 Teilnehmern?
-Über welchen Zeitraum wurde getestet oder war das nur ein einziger Test?
-Wie bewerten die Forscher häufiges Spielen von gewalthaltigen Spielen?
-Wieso gab es keine Kotrollgruppe, die weder gewalthaltige noch gewaltlose Spiele gespielt haben?
-Hat man den Test mit anderen Medien (Film, Musik, Text) wiederholt?
Natürlich werden Verhaltensmuster, die belohnt werden öfter angewandt. Simple Konditionierung. Gibt es in unzähligen Varianten in unzähligen Situationen. Das ist allerdings noch nichts schlimmes.
Das ist oftmals eine traurige Tatsache. Und ich meine das auch aus der Perspektive eines Spielers! Es gibt nicht viele gute Spiele, die auf aktive Gewalt des Spielers (auch wenn sie nur virtuell ist) verzichten können.
Jedes Medium war als es relativ neu war, böse... Das Buch macht Frauen histerisch, der Fernseher macht dumm, das internet lässt dich zum Satanisten werden und Computerspiele machen dumm UND Aggressiv... Nunja, um zu zitieren: "herzlich willkommen in unserer schönen neuen Welt."
Es wäre ja schön, wenns Nur Jahre wären. Aber alle paar Monate eine Studie, die das Eine belegt und dann daraufhin eine Gegenstudie, die das Gegenteil belegt wird langsam langweilig. So lange es Videospiele gibt, wird es wohl auch Studien dazu geben. Ob man sie alle kennen muss ist eine andere Frage...^^
Ich geh jetzt mal ne Runde LA Noire zocken. Morgen werd ich dann evtl. zum amoklaufenden Detective, also Vorsicht.
Mein Mathelehrer hat immer gesagt "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast" und er hatte verdammt recht damit.
Mehr kann man da nich zu sagen...^^
also sagen die im klartext das Killerspielspieler dumm sind bzw verdummen?
und klar würde ich den ton lauter machen, wenn ich kurz vorher selber ne volle dröhnung cod hatte und mein geräuschpegel somit erhöht wurde.