In einer neue Studie der Texas A&M University wurde herausgefunden, dass das Ausgesetzt sein von gewalthaltigen Videospielen oder Fernsehinhalten keine starke Voraussage auf Gewalthandungen oder Regelbrüchen durch Kinder in der realen Welt zulässt.

Killerspiele - Studie: Kein Zusammenhang zwischen Gewalt in Medien und Gewalt bei Jugendlichen

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Gewaltinhalte lösen offensichtlich keine Gewalt bei Kindern aus.
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Die im „Journal of Youth and Adolescence“ veröffentlichte Studie untersuchte 302 überweigend lateinamerikanische Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, in einer amerikanischen Stadt in der nähe der mexikanischen Grenze. Jedes Kind wurde danach befragt, ob sie gewalthaltige Videospiele spielten oder Fernsehfilme sahen. Ein Jahr später wurden sie noch einmal besucht, um zu überprüfen ob sie gewalttätige oder gewaltfreie Verbrechen begangen hätten.

Die Untersuchungsmethode weicht dabei signifikant von vielen anderen Studien dieser Art ab, die sich mit den Effekten von medialer Gewalt beschäftigen. Die meisten anderen Studien setzen eine Gruppe Kinder nämlich aktiv gewalthaltigen Inhalten aus, bevor sie den Anstieg des „Aggressionsniveaus“ auf verschiedene Wege messen.

Die Forscher fanden dabei heraus, dass die Kinder, die gewalthaltige Videospiele spielten, kein signifikant aggressiveres oder regelwidriges Verhalten aufwiesen, als die Kinder die nicht spielten., nachdem andere Faktoren dafür verantwortlich gemacht werden konnten.

Statt dessen fanden die Forscher aber einen sehr starken Zusammenhang zwischen Symptomen für Depressionen und gewalttätigem Verhalten bei den Kindern. Ganz besonders bei den Kindern, die über eine bereits vorhandene Persönlichkeitsstörung verfügten.

Chris Ferguson, der zu dem Forschungsteam gehört, schrieb dazu:

„Die aktuelle Studie findet keinen starken Zusammenhang in einer Langzeitbeziehung zwischen Videospiel-Gewalt und unterschwelliger Aggression. Selbst wenn die Debatte über gewalthaltige Videospiele und Jugendgewalt weitergeht, so muss sie mit Zurückhaltung weitergeführt werden.“