Eine Studie an der University of California kam zu dem Ergebnis, dass Urteile über Gewaltverbrechen von Polizisten anders ausfallen können, wenn zuvor Computerspiele gespielt wurden, in denen die Spieler in die Rolle eines gewalttätigen Polizisten schlüpften.

Killerspiele - Studie belegt, dass Gewaltspiele einen Einfluss auf Gerichtsurteile haben können

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Gewalt durch Polizisten wird als weniger schlimm empfunden, wenn zuvor ein gewalttätiger Polizist gespielt wurde.
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An der, von Professor Kwan Min Lee durchgeführten. Studie nahmen insgesamt 96 Studenten teil, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Eine der beiden Gruppen sollte das Spiel True Crime: Streets of L. A. zwei Stunden lang spielen, wobei die Studenten das Spiel natürlich nicht kennen durften. Das Spiel selbst handelt von einem Polizisten, der die Möglichkeit hat, gewalttätige Methoden anzuwenden, um Verbrechersyndikate zu bekämpfen. Danach wurden sowohl der Spielergruppe als auch der Kontrollgruppe, die nicht spielen durfte, Berichte über Gewaltverbrechen gezeigt, von denen zwei Fälle Verbrechen beinhalteten, die von Polizisten begangen wurden.

Die Studenten sollten nun ein Urteil darüber fällen, wie die jeweiligen Verbrechen zu bestrafen wären. Dabei stellte sich heraus, dass die Gruppe der Spieler die Polizisten, im Vergleich zu gewöhnlichen Verbrechern, weniger schwer verurteilten und sie mit kürzeren Gefängnisstrafen begünstigten.

Im Ergebnis kommt Professor Lee zu dem Schluss, dass "Der Auswahlvorgang für Geschworene nicht nur ihre realen, sondern auch ihre virtuellen Erfahrungen in Betracht ziehen sollte."

Damit stellt die Studie fest, dass sich jede Form von Erfahrung, ob nun innerhalb einer virtuellen Umgebung oder in der Realität erlebt, auf das menschliche Urteilsvermögen auswirkt. Es muss hier allerdings auch kritisch bemerkt werden, dass dies nicht ausschließlich negative Auswirkungen sein müssen.