Am Simmons College wurde eine weitere Studie zum Thema gewalthaltige Videospiele durchgeführt. Es wurde dabei herausgefunden, dass Kinder, die für längere Zeit Videospielen mit gewalttätigen Inhalten ausgesetzt wurden, weniger Sympathie für andere Kinder empfanden.
Gewalt in Videospielen soll die Fähigkeit, Mitgefühl zu empfinden, vermindern.In den meisten Studien geht es darum, herauszufinden, ob Kinder und Jugendliche selbst gewalttätig werden, wenn sie Videospielen mit Gewaltinhalten ausgesetzt werden. Diese neue Studie geht einen etwas anderen Weg. Sie will weniger auf die aktive Ausführung von Gewalt hinaus, als auf die passiven Effekte, die ein Gewaltkonsum haben kann. Keine bzw. weniger Sympathie für jemanden empfinden ist in diesem Zusammenhang etwas deutlich anderes, als selbst zu Gewalt zu neigen.
An der Studie nahmen 166 Schulkinder aus Massachusetts und dem südlichen New Hampshire teil. Geleitet wurde sie von den Professoren Edward T. Vieia und Marina Krcmar vom Simmons College, die den Zusammenhang zwischen gewalthaltigen Videospielen und der Einstellung der Kinder in Bezug auf Gewalt untersuchen wollten.
Sie untersuchten dazu Kinder im Alter zwischen sieben und fünfzehn Jahren, befragten sie nach ihren Lieblingsspielen und danach, wie viele Stunden sie pro Woche damit beschäftigt wären. Danach wurden ihnen Fragen gestellt, um ihre Sympathie für andere Kinder einzuschätzen. Außerdem wurde die Empathiefähigkeit der Kinder untersucht, in dem ihnen Fragen gestellt wurden, in denen eine Situation aus der Perspektive eines anderen beurteilt werden sollte. Zu guter Letzt sollten die Kinder beurteilen, ob Gewalt eine angemessene Reaktion in Situationen sei, in denen sie als gerechtfertigt (Gewaltanwendung in Bezug auf Verletzungen die zum Schutz ausgeführt werden) oder ungerechtfertigt gilt.
Unter den Spielen, die die Kinder als ihre Lieblingsspiele angaben und die als gewalttätig angesehen wurden, befanden sich unter anderem Call of Duty, Grand Theft Auto 4, Counter-Strike, Mortal Combat: Deception und World of Warcraft.
Die Studie erklärt:
„Um ein Urteil über Gewalt zu finden, sind letztlich zwei Fähigkeiten notwendig: Zuerst muss ein Kind in der Lage sein, sich den Standpunkt beider Seiten innerhalb des Konflikts vorzustellen. Zweitens muss er oder sie in der Lage sein, Sympathie für beide Seiten zu empfinden oder sich diese Sympathie zumindest vorstellen können. Nur dann kann ein moralisches Urteil auf angemessene Weise gefällt werden.“
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Kinder, die mehr gewalthaltigen Videospielen ausgesetzt waren, weniger in der Lage waren, mit anderen Kindern zu sympathisieren. Die Studie zeigte ebenfalls, dass Spieler von gewalthaltigen Videospielen andere Ansichten darüber haben, ob gerechtfertigte Gewaltakte erlaubt sind oder nicht. Allerdings gab es keine erkennbare Assoziation mit ungerechtfertigten Gewaltakten.
„Diejenigen, die mehr gewalthaltige Videospiele spielen, nehmen Gewalt in Form von Vergeltung und Selbstschutz als mehr gerechtfertigt wahr - ganz ähnlich wie die Darstellung der Gewalt in Videospielen.“
Interessanterweise waren die Kinder, die weniger dazu in der Lage waren, Sympathie für andere zu empfinden, bereiter ungerechtfertigte Gewalt zu akzeptieren, zeigten aber keinerlei Abweichung, als es zur Frage nach der Akzeptanz von gerechtfertigter Gewalt kam.
In einem Interview mit GameSpot sagte Prof. Vieira:
„Das Ausgesetzsein von gewalthaltigen Videospielen ist direkt mit gerechtfertigter Gewalt zu assoziieren. Daher gibt es Fälle, in denen Gewalt gerechtfertigt ist, wie z. B. zur Selbstverteidigung oder zur Verteidigung von geliebten Menschen. Jemand könnte beispielsweise eine ‚normale‘ Fähigkeit zur Empathie haben und einige Arten von Gewalt für akzeptabel halten. Wir könnten das auf gesellschaftliche Vorgänge wie die Todesstrafe und Kriege anwenden.
Auf der anderen Seite vermutet die Studie, dass Kinder, die schwer gewalthaltige Spiele spielen weniger in der Lage sind, Perspektiven zu übernehmen (Empathiefähigkeit) und weniger Perspektivübernahme bedingt es, grundlose Gewalt (ungerechtfertigt) als akzeptabel anzusehen. Das scheint soweit Sinn zu ergeben, weil die sie [die Studie] davon ausgeht, dass es da keinen ‚Anlass‘ für die Gewalt gibt; sie wird um ihrer selbst willen ausgeübt oder weil es ein emotionales Motiv gibt. Sie vertraut darauf, dass der ungerechtfertigte Zustand andere Faktoren benötigt, wie z. B. die Perspektivübernahme. Daher ist am ungerechtfertigten Zustand der Konsum von Spielen beteiligt, aber der Konsum von Spielen wird von der kognitiven Fähigkeit zur Perspektivübernahme vermittelt.“
Die Studie gibt aber auch an, dass es sich um eine verhältnismäßig kleine Stichprobe handelte. Außerdem nehmen die Forscher Bezug auf eine andere Studie, die davon ausgeht, dass die Zeit, die mit spielen verbracht wird, möglicherweise unabhängig vom gewalttätigen Inhalt negative Effekte haben könnte, sodass es schwer zu sagen ist, ob nun die Art des Inhaltes oder die Menge der Ausgesetztheit nun mehr Auswirkungen hat.



















gewaltspiele wird nie aufhören, elten sollen dann meinetwegen achten welche 'pegi' spiele sie für ihre kinder holen.
ich selbst kann ballerspiele eh nicht aus stehen.
bin ein rollenspiel-holzkopp ^_^
Es geht aber nicht darum wie es sein sollte sondern wie es ist.
Den anderen Angriffspunkt haben die Forscher sogar selbst schon vorweggenommen: Dauer oder Intensität der Gewalt, was wirkt mehr?
Ich würde sonst fragen, welches Kind spielt welches Spiel, mit welchen Gewaltgrad wie lange?
Der allergrößte Knackpunkt bei dieser Studie, aber auch bei allen anderen bisherigen Studien zum Thema gewalthaltige Spiele ist die Größe der Studie. Egal zu welchem Ergebnis die Studien bisher kamen, ob positiv oder negativ, sie waren kaum groß genug, als dass die Ergebnisse vor statistischen Spitzen gefeit wären. Erwischt man zufällig eine besonders gewaltbereite Gruppe von Befragten, dann hat das bei so kleinen Mengen von Befragten allgemein, große Auswirkungen auf das Ergebnis.
Ich würde mich mal über eine neutral finanzierte Studie freuen, die einige Tausend Menschen, die den Durchschnitt der Bevölkerung gut abbilden, befragt werden. Möglichst über einen längeren Zeitraum.
Allgemein bedeutet das Ergebnis dieser Studie imo nur eins: Teilweise Schlechtes Design in den Spielen.
Die GTA-Reihe ist nunmal ein Gangsterspiel. Wie man's dreht und wendet, die Gewalt ist da nie gerechtfertigt. Mortal Combat... dazu braucht ja nix zu sagen. CoD... naja. Wenn man's mit der Realität vergleicht, wäre die Gewalt da im großen Ganzen gerechtfertigt (man tötet ja Terroristen und Völkermörder), aber min unverhältnismäßig. Counterstrike... digitales Räuber und Gendarm halt. Das haben schon die alten Grauen gespielt, die immer "Killerspiele, Killerspiele, Killerspiele!" schreien. Und WoW? Questdesign a la "Hallo Spieler, ich habe meine flauschigen Bärenfellpantoffeln verloren. Geh in den Wald, töte xx Bären und bring mir ihre Felle, damit ich mir neue Pantoffel machen kann."
Alles in allem Spiele, die nicht immer auf gewalthaltige Lösungen angewiesen sind, aber einen dennoch dazu zwingen.
Und was qualifiziert dich, deinen Sch#### zum Thema beizutragen? Braucht man neuerdings eine Habilitation an einer top ranked Universität um auf Gamona Kommentare zu verfassen und falls ja, kannst du eine vorweisen?
lg, Ralph
bla bla bla bla bla
goto 1
Edit: @Lyasa WoW ist ein gewalthaltiges Spiel, nur mit dem Unterschied, das dort die Gewaltdarstellung im Vergleich eher harmlos wirkt. Selbst Strategiespiele sind gewalttätig, nur eben anders.
richtig allerdings passt es absolut nicht in die reihe der spiele weil es eben komplett fantasy ist (mal abgesehen von mortal combat wo gewalt dafür umso expliziter dargestellt wird das einzige spiel das fantasy beeinhalt und in dem kein realistisches setting vorherscht...)
@arsat in den usa gibt es nur empfehlungen und keine verbote
Die hätten lieber nachforschen sollen woher sie diese Spiele haben. Ich wette wie immer wäre dann der Einzelhandel als Verkäufer und die Eltern gaaaaanz schlecht weggekommen.
Viel interessanter ist die Tatsache dass man den Konsum von Videospielen in dem Ausmaß bei Kindern zwischen 7 und 15 Jahren überhaupt erst zulässt.
Meiner Meinung nach ist jedes Fahrzeug noch immer eine potentielle Tötungsmaschine. Immerhin geht es bei Studien um das "mögliche". Man muss irgendwo im Themenfeld anfangen um auch zu einem Ende zu gelangen. Die Thematik steht nunmal noch in den Kinderschuhen.
Edit: @Lyasa WoW ist ein gewalthaltiges Spiel, nur mit dem Unterschied, das dort die Gewaltdarstellung im Vergleich eher harmlos wirkt. Selbst Strategiespiele sind gewalttätig, nur eben anders.
(wow als gewalthaltiges spiel neben gta, call of duty, mortal combat und cs 0.o)
und moralische entscheidungen zu treffen hängt doch weniger von der beeinflussung als vom "selbst denken" ab ...
dazu eine stichprobe usw usw
anders gesagt schlicht unsinnig ...
Autofahren KÖNNTE zu Geschwindigkeitsübertretungen führen....tolle Aussage. Sex KÖNNTE zu Aids führen...