Am gestrigen Donnerstag lud der Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestages zum Expertengespräch »Jugendmedienschutz und gewalthaltige Computerspiele«. Ziel der Veranstaltung war es zu klären, ob eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes notwendig ist - oder ob gar das viel zitierte »Killerspiel-Verbot« erlassen werden müsse.
Politiker aller Fraktionen informierten sich in Form einer Vortrags- und Fragerunde bei Sachverständigen aus Industrie, Wissenschaft und Jugendschutzorganisationen. Unter anderem wurden Fragen diskutiert wie: Gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und dem Spielen von Computerspielen? Machen Computerspiele dick, dumm und aggressiv? Hat die USK bei ihren Alterseinstufungen versagt? Und brauchen wir ein »Killerspiele-Verbot«?
Eines vorneweg: Überraschenderweise machten insbesondere die anwesenden Politiker einen erfreulich gut informierten und differenzierten Eindruck. Sie hakten mit äußerst kritischen Fragen nach und suchten den schwarzen Peter nicht nur bei Spielen, sondern auch bei Eltern, Pädagogen und allgemeinen gesellschaftlichen Zuständen. Alles zu diesen Themen lest ihr in unserem Report.
Oft genug wird den Politikern vorgeworfen, über Dinge zu diskutieren und zu entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben. Insbesondere bei Computerspielen scheint da akuter Aufklärungsbedarf zu bestehen - zumal die so genannten »Killerspiele« verschärft im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit und Kritik stehen und für Tragödien und Gewalttaten als Schuldige ausgemacht werden.
Von links nach rechts: S. Brechtmann (BIU), Prof. Dr. Warkus (Uni Leipzig), Prof. Dr. PfeifferUm diesem Informationsmissstand gegen zu wirken, diskutierten gestern Politiker aus sämtlichen Fraktionen mit Leuten, die sich damit auskennen - auch wenn die direkt Betroffenen (Spieler und Jugendliche) nicht gehört wurden. Aus der Forschung angetreten waren der Kriminologe Prof. Dr. Christian Pfeiffer, bestens bekannt aus seinen Auftritten in einschlägigen Fernsehsendungen, in denen er regelmäßig die so genannten »Killerspiele« an den Pranger stellt, und der Professor für Medien und Kommunikation Dr. Hartmut Warkus, der sich gleich zu Beginn selbst zum leidenschaftlichen Spieler bekannte.
Des weiteren kamen zu Wort: Stephan Brechtmann, Direktor der Entertainment-Division bei Microsoft und Vorstandssprecher des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), Dr. Klaus Spieler von der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle), Elke Monssen-Engberding von der BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) und Mike Cosse von der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter).

























SuperMario - hier wird nicht nur getötet, es werden auch Tiere (Schildkröten) gequält.
Schach - absolut frauenfeindlich, wenn die Dame geschlagen wird! Das geht so nicht!
Wenn schon, dann konsequent!
aha,mache mein Abitur, wiege mit meinen 20 Jahren grad mal 55 kilo und arbeite ehrenamtlich im Altenheim. Schrecklich....
ist für mich nur ne frage der zeit biss genug gamer wahlberechtigt sind dann werden politiker mit ihren vorderungen vorsichtiger werden
Esklingt so, als ob man mit vollendung des 18. Lebensjahres keine Spiele mehr Spielt. Wo bleiben die Eltern wenn 12jährige CS zocken?
99% sehen nur das Layout des Spiels und haben eigentlich keine Ahnung worüber sie entscheiden wollen.
Es ist aber schon ein Schritt nach vorne sich die Meinung der Leute zu holen die sich mit der Materie auskennen, wobei ich sagen muss, dass diese auch Parteiisch ist!
Und die Szenen aus GTA sind gefakt, weil das so nichtmal in der US-Version vorkommt
Ich wünsche mir allerdings noch immer einen offenen Dialog mit Politikern und Spielern, Industrie und Verantwortlichen. Und vor allem alles in der wirklich Öffentlichkeit...also bei der Christiansen oder sonstwie auf der ARD zur besten Sendezeit. Nur dann bekommen die alten Dummschwätzer auch einen objektiven Eindruck vermittelt.
Interessant finde ich die Verbindung zwischen den Ländern und der USK. Was sollm an dazu sagen ^^. Hauptsache auf die Pauke hauen. Insbesonders geht 's ja hie offenbar um Niedersachsen und Bayern ^^. Mal abwarten, was noch so geschieht in der Sache ^^
Und dann ist da das Lager derjenigen, die sogar arbeiten. Das sind die, die wirklich Entscheidungen treffen. Das sind die, die sich mit der Materie beschäftigen müssen. Und das sind die, die ein Thema eben auch differenziert sehen können. Es hat schon seinen Grund, dass diese Versammlung jetzt, nach der "ersten" Aufregung, stattfindet.
Dickes PLUS an Gamona für den Bericht, vielen Dank !