Autor: Matthias Grimm
Verfolgt man die derzeitigen Äußerungen diverser Politiker über so genannte "Killerspiele", erhält man den Eindruck, es bei Computergames mit dem Teufel auf Silberscheiben zu tun zu haben. Gewalttätige Computerspiele "animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten" (Edmund Stoiber, CSU), wird da beispielsweise geäußert. Günther Beckstein (ebenfalls CSU) stellt gar den geschmacklosen Vergleich auf, "Killerspiele" sollten rechtlich wie Kinderpornografie behandelt werden.
Ein Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestags vermeldet heute, prinzipiell stünden die Chancen für ein Verbot solcher Spiele "gut" - was zunächst nicht mehr und nicht weniger heißt, als dass ein entsprechendes Gesetz nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Allerdings müsste dafür ein begründeter Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Medienkonsum festgestellt werden.
Dieser Frage sind wir einmal nachgegangen. Machen Computerspiele aggressiv - oder gar gewalttätig? Wie ist der aktuelle Forschungsstand zu dieser Problematik? Und wie sah das die Bundesregierung noch vor wenigen Wochen - vor den bedauerlichen Vorfällen in Emsdetten? Dass die jetzt auf Sturm stehenden Zeichen vor kurzem noch gar nicht so übel waren, ist einem offiziellen Statement der Bundesregierung vom 20. Juli zu entnehmen, das gamona jetzt vorliegt.
"Killerspiel": Was ist das eigentlich?
In der deutschen Medienlandschaft fällt derzeit kein Begriff so inflationär wie dieser. Selbst meine Oma, die einem Computer bisher nicht näher als ein paar Meter gekommen ist, scheint genau zu wissen, was darunter zu verstehen ist: ein "Killerspiel". Dabei fehlt bis heute eine rechtliche Definition - auch die Bundesregierung liefert keine. Allein in einem Gesetzesentwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes vom November 2002 erfährt er eine Erwähnung: Dort wird "ein Verbot von Killerspielen wie Gotcha, Paintball und Laserdrome" erwägt.
Offiziell kein "Killerspiel": "Counterstrike". Dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein: Computerspiele kommen in dieser Passage NICHT vor! Dass der Ausdruck "Killerspiele" auch immer wieder im selben Atemzug mit Computerspielen Verwendung findet, geht offenbar auf eine Äußerung Günther Becksteins im Zusammenhang mit dem Amoklauf von Erfurt zurück und wird seitdem dank seiner Prägnanz wie Brisanz tretmühlenartig wiedergekäut.
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das soll woll'n witz sein? computerspiele machen nich agressiv, nur weil irgendso ein typ amok läuft, heißt es doch längst nicht dass alle es machen!! wieviele amokläufe gab es und wieviele spieler gibt es? das sind ja alles typen gewesen, die allgemein mit ihrem leben nicht klar kamen.
völliger schwachsinn also, dass compispiele agressiv machen würden
das Thema "Gewalt in Computerspielen" als Präsentation in unserer Schule. Meine Lehrer sagten:" Sehr gut, mach ein paar schöne Bilder richtig brutales Zeug".Soso, Antipropaganda... Ich sagte:"Ich hab doch dieses Spiel auch" ,meine Lehrerin schrie und ich glaube da tun die Medien ihr möglichstes um Computerspiele zu verdonnern...
Die Lehrer hören nur was von Killerspielen und sofort ist die Skepsis, ja was sag ich die Überzeugung da: "Wir haben Amokläufer an der Schule!"
Ich gehe von folgender These aus: 'Menschen werden nicht auf Grund des Konsums von Killerspielen zu Amokläufern, Gewalttätern oder einfach nur aggressiv'.
Ich persönlich habe einige dieser... nun gut - ziemlich viele (seit Gun Law auf dem C-16) gespielt. Darunter solch illustre Titel wie P*stal 1+2. Dennoch genügte das nicht mich in irgendeiner Weise Mental-'instabil' werden zu lassen um kurz darauf zu detonieren. Ich habe weder damit begonnen andere Menschen zu bedrohen, ihnen Gewalt anzutun noch einen von ihnen zu töten. Im allgemeinen gelte ich sogar als zuvorkommender und netter Zeitgenosse.
Da ich das Ergebnis im Feldversuch ruhigen Gewissens auf all meine Freunde ausweiten kann, läßt sich wohl keine gegenteilige Regel daraus ableiten. Der auslösende Faktor muß folglich ein anderer sein, respektive ist das 'Killerspiel' einer von vielen. Sicher jedoch kein Hauptfaktor.
Quad erat demonstrandum.
Und natürlich ist die "behütete Kindheit"-These nur vermutet. Deswegen steht am Satzanfang auch ein "vermutlich" ;-)
Natürlich haben auch Geisteswissenschaften ihre Wahrheitskriterien. Und quantitative Sozialforschung hat durchaus ihren Nutzen. Allerdings verlangt die Problemstellung in deinem Artikel etwas zuviel von ihr. Du stellst den "Killerspiel"-Vorwurf einer mangelnden wissenschaftlichen "Beweiskraft" gegenüber.
Weist aber nicht darauf hin das, die Ergebnisslosigkeit der Untersuchungen auch auch an den dabei verwendeten Methoden liegen könnte.
Und die Gegenüberstellung wer zweifelt der sei "in kulturellen Vorstellungen einer behüteten Kindheit" verwurzelt ist genauso nur eine unbelegte These wie der "killerspiele" selbst.
und zudem, wissenschaftlich bewiesen etc. scheint das lieblings argument der "killerspiele" verpöner zu sein, wissenschaftlich bewiesen, heisst nicht dass es richtig ist, sonder nur dass nach einer bestimmten methode vorgegangen worden ist...
Wie schön das der Partner dieser Seite so nette Dinge über PC-Spieler verbreitet...
Ich glaube es wird mal wieder nichts geändert werden. Diese populistischen Politiker reden sich ein paar Wochen den Mund fusselig und dann bleibt alles beim Alten. Als wenn die sich je über irgendwas einig werden würden...
MfG Moon
nur weil wieder irgendson spast, der nicht auf sein leben klar kommt, amok läuft muss man nicht den zockern die schuld geben
Unter diesen Umständen wäre ich dafür, das Studieren im Allgemeinen sofort zu verbieten. Man könnte vom Sitzen ja Streifen auf dem Rücken bekommen.
Gruß Missy
die koenne nix machen und deswegen ist es dier ideale sündenbock von den ganzen ich finde es immer nur lustig das sie das spiel CS immer noch nutzen ich würde es verstehn wenn sie die englische version von FEAR benützen wurden das ist stellen weise echt hart aber cs LOL
Fakt ist sünden bock Computer der kann sich nicht wehren
anstandt mal zu schaun was man den jugdenlichen anbitten kann
jeder kleine sportverein hat kein geld mehr !
aber was will machen machn wir werden/ wir sind alles amokläufer wenn man der regierung glauben soll ;DDDDD
Seit 25 Jahren beißen sich die einschlägigen Forscher daran die Zähne aus. Entweder die Studien kamen zu konkret bejahenden Aussagen und waren ausnahmslos methodisch angreifbar, oder sie waren methodisch korrekt und es kam nichts dabei heraus.
Momentan ist ein Sündenbock gesucht, und die Entscheider haben keine Ahnung von Computerspielen, daher eignen sie sich gut als Projektionsfläche für Ressentiments. OK, zugegeben, viele Spiele mit Gewaltszenen sind ja auch Monumente des schlechten Geschmacks. Insofern ein gefundenes Fressen. Aber man fragt sich, was die verbieten wollen, wenn dach der Eliminierung von "Killerspielen" der nächste Amokschütze umgeht und es sich herausstellt, daß er regelmäßig Zeitung gelesen hat.
MfG
ComCrack
wovon wird denn raffgier, skrupellosigkeit, egoismusausgelöst? was auch immer es ist, bitte verbieten, dann bekommen wir mal politiker die was taugen.. danke
So long...
legt mal am richtigen ort hand an.
unverschämtheit.
und lasst den schmarren von wegen "rassist", die schweiz ist ein freies land und hier sage ich die wahrheit und keine lügen wie die reporter bezüglich der amokläufe.
"Wissenschaftlich fundiert" kann vielleicht die Schwerkraft nachgewiesen werden.
Geisteswissenschaften (Sozio, Psycho, Phil etc.) arbeiten höchstens mit Statistiken, Theorien, Experimenten Interviews etc.
Das heißt der große Teil basiert auf Kommunikation, es ist einfach, ein populärwissenschaftlicher Irrglaube, Geisteswissenschaften könnten irgendwas, "fundiert" beweisen.
Da die Gesellschaft ein großes NEED auf Orientierung, Leitung und Kontrolle hat und die Religion als Werteproduzent wegfällt, greift die Gesellschaft bei sozialen Phänomenen gern auf "Wissenschaft" zurück.
Nur weil es keinen "wissenschaftlichen Beweis" gibt lasse ich meine Kinder trotzdem nicht G.T.A. zocken.
Da gehts nicht um Wirkung sondern um Verstand, den kann die Neurobiologie leider auch nicht nachweisen, hmmm vielleicht gibts ihn dann auch nicht?
Aber die computer spiele werden immer der sündenbock für das alles sein ... weil man einfach vor allem anderen wie z.B. "Sozialschwächere" die augen verschliest und man wenn man es auf etwas anderes schiebt schön die eigentlichen porbleme vertuschen kann die man nicht so leicht durch ein "Gesetz" lösen kann ... aber das haben ja unsere politiker mit den arbeitslosen schon nicht anders gemacht ...