Videospiele, Gewalt und ihre Wirkung auf Kinder und Jugendliche sind ein immer wieder beliebtes Forschungsfeld. Eine neue Studie zeigt, dass das Spielen von Killerspielen durchaus in der Lage ist, das Gewaltniveau zu senken. Tatsächlich gehen die Forscher sogar davon aus, dass sich die beobachtbare Steigerung des Aggressionsniveaus lediglich in der Laborumgebung nachweisen lässt.

Killerspiele - Sinkende Kriminalität dank Killerspielen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/14Bild 194/2071/207
Spiele steigern das Aggressionslevel - aber nur Kurzzeitig. Allerdings lässt sich ein dauerhaftes Sinken der Kriminalitätsrate beobachten.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die von der University of Texas durchgeführte Studie versucht, die Zusammenhänge zwischen der Kriminalitätsstatistik in den USA und der Veröffentlichung von gewalthaltigen Videospielen aufzuzeigen. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass die Forscher, die meinen, dass brutale Videospiele zu einem Anstieg der Gewalt führen, nicht unbedingt Recht haben.

„Viele Forscher haben damit argumentiert, dass diese Spiele extreme Gewalt ausgelöst haben könnten, wie z. B. Amokläufe an Schulen, weil die in der Laborumgebung vorgefundenen Tatsachen immer wieder zeigten, dass es einen Zusammenhang zwischen Spielmechanik und Aggression gebe. Bisher haben allerdings nur wenige Studien die Zusammenhänge zwischen den Auswirkungen der Spiele auf Verbrechen untersucht.“

Die Studie geht davon aus, dass das Spielen von gewalthaltigen Videospielen die Kriminalitätsrate deutlich stärker senkt, als dass sich das Aggressionsniveau steigern würde. Immerhin konnten alle bisherigen Studien übereinstimmend lediglich eine sehr kurzfristige Aggressionssteigerung messen.

Das ist auch durchaus verständlich und eine solche Reaktion kann jeder an sich selbst beobachten: Wer zockt, fiebert mit! Und das auch bei Spielen, die überhaupt gar nichts mit Gewalt zu tun haben. Allerdings gibt es keinerlei Studien, die einen Anstieg bei Spielen wie Super Mario oder Need for Speed nachweisen. Vermutlich, weil es sich dabei eben nicht um Spiele mit Gewaltinhalten handelt. Eine solche Studie wäre allerdings durchaus interessant.

Im Zusammenhang mit Rennspielen gibt es allerdings bereits Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass Spieler von Rennsimulationen deutlich aggressivere Autofahrer sind, öfter Geschwindigkeitsüberschreitungen begehen und tendenziell mehr Unfälle bauen.