Spiele mit Gewaltinhalten stehen immer mal wieder als Strohpuppen da, um für Gewalttaten, Amokläufe oder aggressives Verhalten verbrannt zu werden. Nun zeigt eine neue Studie, dass auch Spieler von Rennsimulationen die gefährlicheren Autofahrer sind.

Killerspiele - Sind Rennsimulationen gefährlich für den Straßenverkehr?

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Wer gerne Rennspiele fährt, verursacht potenziell mehr Unfälle. Ob demnächst ein Rennspielverbot in Planung ist?
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Spieler von Rennspielen wie Need for Speed, nehmen, so die Studie des Reifenherstellers Continental, größere Risiken auf sich, bekommen öfter Strafmandate und haben mehr Zusammenstöße mit stationären Objekten (Mülltonnen, Begrenzungspfähle, Laternen etc. pp.). Dafür bestehen sie Fahrprüfungen aber mit weniger Versuchen als Nicht-Spieler.

Continental befragte für die Studie insgesamt 2000 Leute im Alter zwischen 17 und 39 Jahren (zur Hälfte jeweils Spieler und Nicht-Spieler) über ihre Fahrgewohnheiten. Die Spieler schätzten ihre Fahrkünste allerdings für deutlich besser ein als die Nicht-Spieler, gaben zu, größere Risiken einzugehen und beschwerten sich öfter über ihre Versicherung.

Tim Bailey von Continental sagte dazu: „Es scheint, während die Spieler nützliche Fähigkeiten ausbilden und sich mehr zutrauen, müssen sie allerdings die Balance bei der Risikoeinschätzung finden."

Die Ergebnisse zeigen, dass 22% der Spieler von der Polizei angehalten wurden, im Gegensatz zu 13% der Nicht-Spieler. Diejenigen, die öfter Rennspiele spielen, melden ihren Versicherungen doppelt so viele Unfälle, zeichnen sich durch rüpelhaftes Verhalten im Straßenverkehr aus und überfahren gerne rote Ampeln.

Nicht-Spieler verbeulen sich dafür doppelt so häufig das Auto und brauchen im Durchschnitt einen Versuch mehr, um die britische Führerscheinprüfung zu bestehen.

Die Macher der Studie versuchten dann, das in ein Schema zu pressen, in dem angenommen wird, dass Spieler die gleichen Entscheidungen im Spiel treffen und nicht zwischen Realität und Spiel unterscheiden würden. Ein Ergebnis, das durchaus anzuzweifeln ist.