Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble, was genau sind "Killerspiele"? Diese Frage wurde in einer Art Forum direkt an den Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble gestellt, auf die er heute eine ausführliche Antwort fand.

Der Begriff "Killerspiele" ist laut Schäuble kein Rechtsbegriff, sondern die umgangssprachliche Beschreibung für Video- und Computerspiele mit gewalthaltigen und -verherrlichenden Inhalten. Das ist auch der Grund, weshalb der Begriff weder im Jugendschutzgesetz, im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag noch im Strafgesetzbuch verwendet wird.


Nach Strafgesetzbuch in § 131 StGB ist es ein Verbot von bestimmten Verbreitungshandlungen Gewalt verherrlichende Schriften zu verbreiten, worunter auch Computerspiele fallen. Schäuble sieht es durch Studien als erwiesen an, dass solche Spiele zwar nicht bei jedem Spieler die Gewaltbereitschaft im realen Leben fördern, jedoch durchaus gewisse Risiken aufweisen.

"Dass alleine mit einem Verbot von so genannten "Killerspielen" Gewaltexzesse nicht zu verhindern sind, steht außer Frage. Gerade deshalb habe ich im Nachgang zu dem schrecklichen Geschehen in Winnenden immer wieder die gesellschaftlichen Ursachen für eine derartige Verirrung eines jungen Menschen hinterfragt.", so Schäuble.

Weiterhin schreibt er: "Politikfelder sind betroffen, die weit über das der Innenpolitik hinausgreifen und Fragen im Bereich frühkindlicher Entwicklung ebenso, wie bildungs- und arbeitsmarktpolitische Aspekte, soziale wie sozialräumliche Bedingungen aber auch Opfererfahrungen in unterschiedlichsten Kontexten betreffen."