Eine neue Waffe im Kampf gegen "Killerspiele" ist online! Stefan Stein, ein 28-jähriger Systemintegrator schrieb ein Programm, mit dem besorgte Eltern die Computer ihre Kinder nach brutalen Computerspielen scannen und löschen können.

Wollten Eltern bisher verhindern, dass ihre Kinder brutale Computerspiele spielten, waren sie darauf angewiesen, Jugenschutzfilter zu benutzen, um solche Spiele zu blockieren oder die Zeit, in der gespielt werden konnte, einzuschränken. Allerdings gelingt es Kindern und Jugendlichen recht einfach, diese Sperren zu umgehen.

Die neue Software von Stefan Stein ermöglicht nun, den Computer gezielt nach Spielen, die Eltern ihren Kindern nicht zugänglich machen wollen zu scannen. Und sie zu löschen. Die kostenlose Demo-Version hat diese Lösch-Funktion nicht, ermöglicht es aber nach "Killerspielen" zu scannen. Die Software findet über 500 Spiele, darunter auch solche die in Deutschland verboten sind. Sogar legale Spiele, die jedoch verändert wurden (zum Beispiel mit Blood-Patches) soll das Programm identifizieren können. Damit diese Funktionalität erhalten bleibt, wird es regelmäßige Updates geben.

Das Programm soll nun eine "Waffengleichheit" zwischen den Generationen herbeiführen. Von offiziellen Stellen würde besorgten Eltern immer wieder gesagt, sie sollten Medienkompetenz erwerben, damit sie sich kritisch mit dem Treiben ihrer Kinder auseinandersetzen könnten. Allerdings würde dies höchstens auf IT-interessierte Eltern zutreffen. Alle anderen sind nicht wirklich in der Lage sich derartige Kompetenzen anzueignen. Hier zieht dann der "Killerspiele-Scanner" ins Feld. Das Programm soll es Eltern auch gänzlich ohne nennenswerte Computerkenntnisse ermöglichen, die Rechner ihrer Kinder zu scannen und gewalthaltige Spiele zu löschen.

Es geht dem Entwickler der Software dabei weniger um "Stasi-Methoden" oder irgendeine Form der Überwachung, sondern vielmehr verantwortliches Handeln. Seine Absicht ist es, den Eltern wieder die Kontrolle darüber zu geben, was gespielt wird. Sie sollen entscheiden können, nicht ihre Kinder.

Die Entwicklung der Software soll in den letzten 4 Jahren über 70.000 Euro Privatvermögen verschlungen haben, bei welchem die gesamte Familie von Stefan Stein mithalf. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) unterstützte ihn ebenfalls, indem sie ihm z. B. die Daten zu den über 500 Spielen zur Verfügung stellte.