Ist diese Überschrift etwas zu makaber formuliert? Nun ja, nach der Meinung der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächpsychotherapie (GwG) werden dieses Jahr „Killerspiele“ wohl zuhauf unter dem Weihnachtsbaum liegen!

Um ein solches Verlangen nach „Killerspielen“ von Anfang an im Keim zu ersticken, fordert die GwG ein „gesetzliches Verbot Gewaltverherrlichender Spiele“.
Laut der Pressemitteilung der GwG sollen alleinig „brutale Computerspiele“ den Jugendlichen die Gewalt so nah bringen, dass sie zwischen virtueller und realer Gewalt keinen Unterschied mehr machen könnten. Zudem soll das Gewaltpotenzial Jugendlicher Spieler dadurch dauerhaft erhöht werden.
So seien „Killerspiele“ weiterhin „Landminen für die Seele“, die nicht nur das „natürliche Mitgefühl“ der Kinder, sondern auch „den Grundkonsens einer humanen Gesellschaft“ zerstören.

Doch damit noch längst nicht genug: Die GwG setzt den Besitz von „Brutalen Computerspielen“ und Kinderpornografie auf die gleiche Ebene. Deshalb muss, laut der GwG, Ersteres genauso gesetzlich verboten werden, wie der Besitz oder Handel von Kinderpornographie.

Das Hamburger Hans-Bredow-Institut, welches im Auftrag der Bundesregierung die Arbeit der USK bewertete, kam jedoch auf ein ganz anderes Urteil: So sehe man im Moment keinen ausschlaggebenden Grund, das bereits bestehende Verbot Gewaltverherrlichender Medien
( §131 StGB) zu verändern oder zu erweitern., da es bereits auf Computer- und Videospiele anwendbar sei.
So hat jeder Bürger die Möglichkeit den Hersteller oder den Verkäufer eines in seinen Augen gewaltverherrlichenden Spiels anzuzeigen. Des Weiteren gibt es die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle(USK), die die Spiele in verschiedene Altersstufen einteilt, und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, die die Möglichkeit hat besonders gewalttätige Spiele zu indizieren.

Ein Totalverbot einer gesamten Spielgattung, so wie es die GwG fordert, ist rechtlich einfach nicht möglich. Zum einen würde es gegen die Rechte der Hersteller verstoßen und zum anderen würde das Selbstbestimmungsrecht einer erwachsenen Person eingeschränkt werden.