Neulich war ich auf einer Party. Dort erzählte ein Freund, dass seine Freundin soeben operiert worden sei. Gehirntumor, mit Mitte 20. Um das kranke Gewebe zu entfernen, sei ihr der halbe Hals aufgeschnitten und Teile der Halsmuskeln vorübergehend entfernt worden. Das Geschwulst sei zwar nun verschwunden, doch es könne noch nicht gesagt werden, ob es gut- oder bösartig gewesen sei und ob die Freundin angesichts der Operation an den Muskeln vielleicht nie wieder richtig sprechen oder halbseitig im Gesicht gelähmt bleiben könne.
Ein anderer Freund meinte daraufhin – vermutlich in einem unbeholfenen Versuch, der Geschichte mit einem Witz den Schrecken zu nehmen und die angeschlagene Stimmung auf der Party wieder zu heben – das wäre ja schlimm, dann würde sie ihm nie wieder einen blasen können. „Nicht witzig“, meinte der Betroffene nur, was auch dem vermeintlichen Scherzkeks augenblicklich klar wurde. Doch wieso dann ein solcher Spruch? Sicherlich war er geschmacklos. Zynisch? Auch. Herzlos? Sowieso. Cool? Irgendwie schon. Und vermutlich liegt darin das Problem…
Das Ende der Killerspiel-Debatte
Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich auch in den hintersten Winkel von Wildbad Kreuth die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass Spiele nicht serienmäßig Amokläufer hervorbringen. Wer regelmäßig im virtuellen Blut badet, wird weder aggressiv noch gewalttätig, noch nimmt er seine Shooter-Erfahrungen zum Anlass, diese in die Realität umzusetzen.
Spiele produzieren keine Amokläufer. Aber Effekte haben sie schon...Doch vielen, wenn nicht allen Spielern genügt diese Einsicht als Generalentschuldigung, um im Umkehrschluss ihr Recht auf digitale Gewalt einzufordern. Wenn Spiele erwiesenermaßen nicht aggressiv machen und auch nicht zum Amoklauf inspirieren und jeder von sich selbst der Überzeugung ist, erwachsen, seelisch gefestigt und aufgeklärt genug zu sein, um damit umgehen zu können, ist doch alles in bester Ordnung, oder? Ich glaube nicht. Medien und die Haltung, die sie vermitteln, haben immer einen Einfluss auf denjenigen, der sie konsumiert. Nur sind die Effekte sehr viel subtiler als das Extrembeispiel eines Amoklaufes – und damit ungleich gefährlicher…

























Sind Menschen die mal einen Porno Film geschaut haben = automatisch Kinderschänder, Frauenvergewaltiger? NEIN!!!
Sind Menschen die mal einen Horror Film geschaut haben =
automatisch Mörder, Serienkiller etc...? NEIN!!!
Sind Menschen die Strategiespiele zocken = automatisch die nächsten nach Hitler die die Welt unterwerfen wollen? NEIN!!!
Sind Menschen die Rennsportsimulationen Spielen = automatisch schlechte Autofahrer die an jeder Ecke einen Unfall verursachen? NEIN!!!
etc....
Nun an alle die nicht verstehen was Spiele so fazinierend macht last euch nicht von denn Medien so beeinflussen sondern bildet euch eure eigene Meinung dadurch das ihr euch mal mit dem Thema etwas näher beschäftigt.
AN ALLE SIEHE OBEN ES NOCH IMMER NICHT VERSTANDEN HABEN: Fast euch an eure eigenen Nase bevor Ihr mit euren Fingern auf andere zeigt!!! Siehe unsere Politiker die mit Hartz 4 eine 2 Klassen Gesellschaft erschaffen haben und auch nicht ganz unschuldig an der Finazkrise sind weil Sie Jahrelang versäumt haben ein Kontrollorgan zu schaffen was die Banken überwacht!
Zur Kolumne muss ich sagen: Selten hat mich ein geschriebenes Wort so zum Nachdenken und Grübeln gebracht. (Zum Glück war TWG gleich da und hat meine Fragen AUSFÜHRLICH beantwortet. ;) )
Bei Filmen wie Gesichter des Todes (welche ja in Deutschland in jeder Videothek zu finden ist) sieht das wieder anders aus, da sind die Opfer real. Und auch andere Filme mit Schauspielern, die aber erschreckend realistisch sind (black hawk down usw.) sind auch nicht mein Fall. Es gibt immernoch einen tiefen Wassergraben zwischen "cool" Skrupellos.
Ich brauche für meinen Spielspaß keine Gewalt, aber wenn sie drin ist, möchte ich sie auch realistisch dargstellt haben und nicht unrealistisch, da genau das für mich Gewaltverherrlichend ist.
Puh, fertig, erstmal ;).
The End ^^
to be continued...
to be continued...
Ich bin ein Fan von Jugendschutz und bin auch der Meinung, daß es Spiele gibt die nix für Jugendliche bis zu einem gewissen Alter sind, ABER dann gehören solche sachen auch nicht in die Nachrichten bzw. ins Fernsehen bzw. man sollte wieder die Eltern mehr zur Verantwortung ziehen.
to be continued...
to be continued...
to be continued...
Die Wirtschaftliche Entwicklung baut auf Leistung auf und nur darauf, Werte haben da keinen Platz, nur der Profit zählt und da die Konzerne immer größer werden entscheiden dort keine Menschen mehr über Menschen, sondern Manager über Zahlen, doch dabei zählen nur noch Zahlen und nicht mehr die Menschlichen Schicksale die dahinter stehen. Das hat zwangsläufig zur Folge, daß alles was da dran hängt immer weniger den Menschen sieht und der Mensch logischerweise immer weniger den anderen Menschen und um in der Berufswelt heute bestehen zu können müssen viele Idealisten Ihre Ideale verraten und das stumpft ab gehörig! Bestes Beispiel ist unser Gesundheitssystem, dank der Politik.
to be continued...
to be continued...
erstmal ein sehr interressanter Artikel und teilweise geb ich Dir sogar recht, allerdings auch wieder nicht so ganz, da es Streckenweise meiner Meinung nach zu Computerspiellastig ist und da ziehst Du meiner Meinung nach das Problem von der falschen Seite auf, daß Computerspiele immer brutaler werden ist nicht Ursache, sonder Wirkung.
to be continued....
Leichtgläubige und Leute mit niedrigem Bildungstand lassen sich vielleicht von dieser Kolumne blenden, weil sie gar so intelektuell wirkt...Pseudowissenschaftlich!!! (auch wenn der Verfasser nicht behauptet wissenschaftlich zu arbeiten- ist mitunter die Hermeneutik nicht verkennbar)
so what...blablablubb. Ich persönlich finde das Geschriebene einfach nur schlecht und völlig kontrovers.
Lieber Matthias Grimm benutz doch bitte nicht immer nur Paradoxone als Stilmittel...die Semantik bietet soviel mehr...
Zunächst mal: sehr guter Artikel.
Ich kann nur für mich sprechen... aber ich muss sagen.. wenn ich GTA spiele find ich tatsächlich gerade gut dran das blut ect das realistisch machen. Also mir gehts da um den realismus... ich renn nicht rum und töte passanten wie dumm.. aber es steigert die spannung zu wissen man könnte es.
Aber mein lieblingsspiel ist nach wie vor Baldurs Gate und da gibts kein blut *lach*
@ Arino: ich muss dir wiedersprechen: Die grenze ist durchaus da, zumindest ist man sich ihrer noch bewusst, da gerade der bruch dieser Grenze uns zum schmunzeln bringt.
@ Prinz Zera HF
Gut gemacht. Schlimm das es tatsächlich mehr als genug eltern (und auch ältere geschwister) gibt denen sowas VÖLLIG egal ist wenn der 11 Jährige da anfängt CS oder ähnliches zu spielen.
Und dem verkäufer gehört natürlich die lizenz entzogen....
er lässt die fetzen fliegen..
geht ein jäger durch den wald und sieht rotkäppchen allein un weinend.. fragt er sie was denn los sei.. sie antwortet darauf "meine oma wurde vom wolf gefressen, und nun bin ich ganz allein" darauf öffnet der jäger seine hose und sagt "tja, heute ist nicht dein tag" und nun sagt nicht das nicht jeder so einen witz schonmal gehört hat, wenn nicht sogar darüber geschmunzelt! die grenze ist schon lange weg zwischen dem was man sagt und was man sagen kann.
Als ich sah, das er das gespielt hat, habe ich ihn erstmal eine ohrfeige verpasst. WARUM?!
1. Deutsche Version, wenn jemand einen kopfschuss bekommt Kniet er sich nur hin und hält sich den kopf fest -.- sehr realistisch
2. Weil er sich das ding gekauft hat!
Ergo:
-Der junge ist nur 11 jahre alt, warum konnte er ein solches spiel erwerben?
-Was is daran besser wenn jemand bei einem kopfschuss nciht stirbt??
Ich bin der Festen Überzeugnung es muss kein blut fließen, es muss denoch so realistisch bleiben, dass man merkt dass da doch noch was passiert wenn ich jemanden einen kopfschuss gebe.
Mitlerweile habe ich seinen rechner flatformatted und neu installiert. Und das spiel dem Marktleiter auf den tisch geknallt und gefragt wie mein bruder das kaufen konnte.
Noch keine antwort.
Ich geh gern in Horrorfilme aber Springbrunnenartige Blutfontänen wie in Kill Bill find ich ätzend.Nicht cool.
Wenn ich abgehackte Gliedmaßen sehen wollte, würde ich die Tagesschau einschalten...... oder andre Nachrichtenmagazine die über einen der unzähligen Kriege auf der Welt berichten. Oder natürlich Unfälle.
Ich geh dann lieber in mein nicht bloodgepatchtes Spiel und hab Spaß. Meine Freunde sehen das auch so. Ist wohl doch nicht ganz so schlecht, die Welt.
meine einstellung?: ich finde abgehackte köpfe in dark messiah toll, aber videos in denen sich leute darüber lustig machen wie andere schmerzen haben (oder sich daran ergözten) geschmacklos
Sowas müsste mehr verbreitet werden, damit mehr Leute anfangen über diese Dinge nachzudenken!
Bin sowieso schon immer gegen diesen Trend zum Horrorfilm; konnt ich noch nie nachvollziehn was das alles soll...da bin ich aber in meinem Freundeskreis zumindest sehr einsam mit der Meinung...leider...
wer wirklich glaubt humor darf "alles" hat nich mehr alle latten am zaun.
"Hi, ich hab grad erfahren das ich krebs habe."
"HAA HAA"
schon gestört, odeR?
Die gesellschaftlichen Schwingungen sind seismographisch fein aufgenommen und dargestellt.
Endlich mal ein Artikel, der ein wenig Selbstkritik von den Lesern verlangt und zeigt, wie abgestumpft wir eigentlich von der ganzen Reizüberflutung sind.
Beim hundertsten Mord, der von der Kamera genüsslich festgehalten und analysiert wird, ist es wirklich kein Wunder, dass Gewaltvideos bei YouTube "Alltag" sind, dass es Phänomene wie "happy slapping" gibt und dass Spieler ihr Recht auf Gewalt und abgetrennte Körperteile mit Hilfe ihrer Kaufkraft einfordern.
Sehr bedenklich, das alles...
Lieber höre ich mir ab und an mal einen geschmacklosen witz an als in einer Welt leben zu müssen in der nur dass gesagt werden darf, was der Meinung der Mehrheit entspricht.
Die Prägung eines realen Schlachtfeldes am Horizont und der Gestank von Blut und Tod ist weit eindrucksvoller als 20" diagonal ;)
Abschließend bleibt zum Thema "Freiheit" eigentlich nur ein sehr treffendes Zitat zu geben:
"Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst was du willst, sondern darin, dass du auch immer willst was du tust."
-Leo Tolstoi
Ich denke nicht. Es ist vielmehr eine Mischung aus Überdruss an gezeigter Gewalt in den Medien und dem "Verpassen" realer Schrecken, welche uns mittlerweile langweilt. Wir sehen Tag ein Tag aus Bilder von zerfetzten Kriegsopfern, ob in den Nachrichten, in Filmen oder in Spielen. Wir denken uns lediglich nichts mehr bei den gezeigten Szenen, da bereits alles schon mal da gewesen. Es wirkt fast surreal ala "Das sind nur Schauspieler, die stehen gleich wieder auf." Und hier liegt der Unterschied.