Im Kampf für ein Verbot von Ego-Shootern hofft eine Reihe von Wissenschaftlern und Eltern mit dem 'Kölner Aufruf gegen Computergewalt' auf offene Ohren bei der Bevölkerung zu stoßen. "Killerspiele sind Landminen für die Seele" und, wie es gleich im ersten Absatz heißt, vergeudeten Zeit. Damit seien sie, glauben die Verfasser, verantwortlich für schlechte Schulleistungen.

Als Beispiele für 'Killerspiele' werden Counter-Strike, Doom 3, Call of Duty, Halo 3, Crysis, Grand Theft Auto 4 angeführt, denn dort übten "5-, 15- und 25-Jährige" u.a. "systematisches, exzessives Töten mit Waffen[...]"

Aus diesem Grund will man die Programme nicht nur für Kinder verbieten, sondern auch für Erwachsene, denn "Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden [...]"

Das funktioniere allerdings nur, so der Aufruf weiter, weil die 'Killer-Industrie' auf Komplizen, Kollaborateure und Profiteure zählen könne. Zu denen zählt man auch Wissenschaftler und Hochschulen, an denen Studiengänge für die Games-Industrie eingerichtet werden.

Die Politik sieht man als "Handlanger", da sie Computerspiele zum Kulturgut erklären will. Finanziert würde die "Desinformation" zudem vom Bürger, denn auch die 'Bundeszentrale für politische Bildung' beteilige sich an der Verharmlosung von Gewaltspielen und verstoße damit gegen den grundgesetzlichen Auftrag.

Mit einer Auflistung unter den Stichworten "Wir lassen nicht zu" und "Wir fordern" schließen die Verfasser den Aufruf. Und der werde, glauben zumindest die Verfasser, seine Wirksamkeit entfalten, "wenn er von einer möglichst breiten Basis getragen wird".