Nach dem Amoklauf im bayerischen Ansbach in der letzten Woche und dem in Winnenden steht für ein Gymnasium in Schramberg fest, dass es "killerspielfrei" werden soll. Alle Schüler, die dort zur Schule gehen, sollen künftig auf gewalthaltige Videospiele verzichten. Laut dem Schulleiter Bernhard Denning sind "Killerspiele" zwar kein Auslöser für einen Amoklauf, doch sie seien ein wesentlicher Beitrag dazu, dass Jugendliche zu Amokläufern werden.

Killerspiele - Killerspielfreie Schule im Schwarzwald

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Im Gymnasium Schramberg werden Killerspiele verpönt.
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In dem Gymnasium, das im Schwarzwald liegt, wurde bereits eine Arbeitsgruppe gegründet, die verschiedene Pläne entwickeln soll, "wie an der Schule der Übergang zu einem Verzicht auf Killerspiele möglich gemacht werden könne." Die Idee dahinter sei Elternbeiräten und der Gesamtlehrerkonferenz vorgestellt worden, die dem Vorschlag zustimmten. Daher erhofft sich der Schulleiter, dass Eltern und Lehrer in Zukunft das Projekt gemeinsam aufrecht erhalten.

Durch das Projekt soll zudem in der gesamten Schule ein Bewusstsein geschaffen werden, dass "Killerspiele schädlich sind und deswegen auch geächtet werden sollen". Außerdem ist Bernhard Denning der Meinung, dass, wenn der Gesetzgeber nicht reagiert, es "moralisch dringend geboten sei, zu einer Praxis Nein zu sagen, die mit Amokläufen ursprünglich im Zusammenhang stehe".

Für die Zukunft sind sogenannte "killerspielfreie Zonen" geplant, die auch in anderen Schulen positiv aufgenommen werden.