Diejenigen, die gestern keine Nachrichten gesehen oder gelesen haben werden sich vielleicht nicht daran erinnern, aber am 11. März vor einem Jahr fand der Amoklauf von Winnenden statt, bei dem der 17-jährige Tim K. 15 Menschen und anschließend sich selbst erschossen hat.

Manche Medien werden natürlich nicht müde zu erwähnen, dass die so genannten „Killerspiele“ immer noch frei auf dem Markt erhältlich sind. Beim „Der Tagesspiegel“ geht man sogar so weit, dass man „Killerspieler“ mit Heroin-Junkies vergleicht.

Killerspiele - "Killerspieler erinnern an Heroin-Junkies"

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Die damalige Sammelaktion war wenig überzeugend
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„Mit einer Vehemenz, die an Heroin-Junkies erinnert, denen gerade die Spritze entzweigebrochen ist, während das Dope über der Kerze brodelt, wurde zum immergleichen Counterstrike ausgeholt: Sind doch bloß Spiele, macht doch jeder, Verbote bringen nichts, Zusammenhang mit erhöhter Gewaltneigung ist nicht einwandfrei nachgewiesen. „

Die „Killerspiel-Gemeinde“ sei groß, gut organisiert und als Lobby fast ebenso stark wie die Pharmaindustrie, Automobilbrnache oder der militärisch-industrielle Komplex, so der Autor der Nachricht. Die Politik habe vor dieser Macht kapituliert und es würde sich nichts daran ändern.

Auch Gisela Mayer, Mutter eines der Opfer, wird zitiert die am 2. März 2010 mit der „tageszeitung“ darüber gesprochen hat. Sie sei sichtlich enttäuscht, dass sich in diesem Bereich noch nichts getan habe. Ihrer Meinung nach, reichen die USK-Siegel bei weitem noch nicht aus.

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„Wir sind wahnsinnig vorsichtig, wenn es um unsere Kinder geht, wir passen auf mit Nikotin und Schadstoffen, das Spielzeug hat extra abgerundete Ecken und überall gibt es Jugendschutz. Trotzdem lassen wir zu, dass unsere Kinder sich stundenlang damit beschäftigen, wie man andere Menschen umbringt. Und dann erwarten wir, dass es sie überhaupt nicht verändert, nicht betrifft! Das ist eine grenzenlose Gleichgültigkeit und Naivität. Die Jugend muss man vor so etwas schützen, und das geht nicht, indem man bunte Märkchen auf Packungen klebt und sagt: Jugendfreigabe ab 18. Aber dahinter steht einfach eine Wirtschaftsmacht. (…)"

Besser kann man es nicht sagen. Wer auch gegen Gisela Mayer noch protestieren will, der trete vor und schweige!