Kurzer Rückblick: Vor mittlerweile gut drei Jahren brachte das ZDF-Magazin Frontal 21 – nicht zum ersten Mal - einen reißerischen Bericht über Killerspiele und ihre fatalen Folgen. Im Dezember letzten Jahres nahm ein YouTube-Video den Beitrag auseinander und deckte inhaltliche Fehler und schlechte Recherche auf. Mit einer Gegendarstellung (wir berichteten) versuchte sich die Frontal-Redaktion zu rechtfertigen – unter anderem mit einem Zitat aus dem Buch „Der virtuelle Krieg“ von Hartmut Gieselmann, Autor für das Computermagazin c’t. Und landete damit gleich im nächsten Fettnapf: Denn durch unseren Bericht auf das Zitat aufmerksam geworden, meldete sich Herr Gieselmann seinerseits mit einer Gegendarstellung. Frontal 21 hatte ihn völlig falsch zitiert.
Wir haben daher bei Hartmut Gieselmann selbst nachgefragt. Als Fachjournalist und Buchautor setzte er sich in zahlreichen Artikeln und Aufsätzen mit dem Thema Kriegsdarstellung in Computerspielen auseinander. Wo hat sich Frontal 21 geirrt? Machen Spiele wirklich gewalttätig? Und wo liegen ihre wahren Gefahren? Wir haben mit jemandem gesprochen, der die Antworten weiß…
gamona: Herr Gieselmann, in den Medien und in der Politik werden Phänomene wie Amokläufe und die ansteigende Gewalt unter Jugendlichen häufig in Zusammenhang mit Mediengewalt, speziell Computerspielen, gebracht. Sie haben sich viel mit diesem Thema auseinander gesetzt. Wird man durch Computerspiele wirklich aggressiv oder gar gewalttätig?
Hartmut Gieselmann: Aggressiv werde ich eigentlich nur, wenn ich mich über etwas ärgere oder frustriert bin, und es gibt natürlich hunderte miserabler Computerspiele, die so schlecht sind, dass sie mich als Spieler aggressiv machen. Bei einigen möchte man am liebsten in die Tastatur beißen oder die Maus aus dem Fenster werfen. Wenn man allerdings mit der Maus lediglich einige Pixel totschießt und das Spiel Spaß macht, dann gibt es keinen Grund, warum ein Spieler sich darüber ärgern und aggressiv werden sollte.
Schrott-Games machen aggressiver als Killerspiele.Die tatsächlichen Ursachen für aggressives Verhalten sind vielmehr im sozialen Umfeld zu suchen: Stress bei der Arbeit, Streit in der Familie, finanzielle Notlagen, sexuelle Frustration etc. Wenn dort Frustmomente entstehen, dann können Medien, also Bücher, Filme und auch Spiele, aber auch Bekannte und Freunde als Vorbilder dienen, wie ich mit meinen Aggressionen umgehe. Also ob ich mich gesellschaftskonform abreagiere, indem ich beispielsweise Sport betreibe, oder mir einen Schwächeren suche und den verhaue.

























Immer schön kontrovers bleiben.
Bitte mehr von diesem Stoff!
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Mehr von sowas, bitte ;)
T.O. (34)
Demnach haben Zocker keine Aggressionen wenn sie z.B. CS spielen.
Für sie ist es einfach nur gewinnen, und dazu müssen sie halt möglichst das Fadenkreuz am Kopf des Gegners halten und die Maustaste drücken - mit irgendwelchen kranken Mordgedanken hat das nichts zu tun.
Viel einflussreicher dagegen sind brutale Filme, denn da denkt man auch über die Brutalität und Grausamkeit nach, doch im allgemeinen ist für die Amokläufe das soziale Umfeld Schuld.
Schließlich ist (fast) jedes Spiel ein Killerspiel, denn beim Töten macht es keinen Unterschied ob man einen gehenden Pilz, einen Zombie oder einen fiktiven Menschen tötet.
Opfer der Amokläufe waren meiner Meinung nach z.B. Halo3, das ist meines Wissens nach kurz nach einem Amoklauf rausgekommen oder die FSK hat da grad was mit gemacht... .
However, um die Medien und den gemeinen Bürger nicht in Aufruhr zu bringen, haben sie das Spiel mal eben ab 18 gemacht - obwohl es genau so "brutal" ist wie die beiden vorherigen Teile.
Natürlich sollte man Spiele wie Doom3 nicht ab 12 freigeben, aber wie schon im Artikel erwähnt... mal eben einen völlig fiktiven Zombie in zwei Hälften zu schneiden, weckt bei den wenigsten irgendwelche Aggressionen.
Spiele dagegen, die sehr realistisch dargestellt werden und auch Schattenseiten zeige, sind da bedenklicher.
Man sollte aber noch erwähnen, das vor einigen Monaten eine weitere Studie gemacht wurden.