Killerspiele – Interview

"Ich halte nichts von Verboten!" - gamona sprach mit dem hessischen Minister Volker Hoff.

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21. November 2007 17:57 Uhr

Interview: Daniel Räbiger

Auf der Olymptronica 2007, dem großen Konsolen-eSport-Event in Frankfurt am Main, hatte gamona die Gelegenheit, mit dem Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Hessen, Volker Hoff (CDU), zu sprechen. Wir befragten ihn zu seiner Meinung über die Killerspiel-Debatte, den deutschen Jugendschutz und die kulturelle wie wirtschaftliche Bedeutung von Computerspielen im Allgemeinen. Seine Antworten dürften nicht nur uns, sondern auch einige seiner Parteikollegen überraschen.

Das komplette Interview gibt es auch als gamona on Tour Video.

gamona: Herr Hoff, Sie haben gerade dieses Event mit einer sehr hoffnungsvollen Rede eröffnet. Sie setzen sich für Videospiele ein, ganz im Gegensatz zu vielen Ihrer Parteikollegen. Wieso machen Sie das?

Volker Hoff: Weil ich glaube, dass Computerspiele heute einfach dazugehören. Es macht keinen Sinn hier mit Verboten zu operieren, sondern wir brauchen am Ende eine Werbung für einen vernünftigen Umgang mit diesen Spielen.

Screenshot zu: "Ich halte nichts von Verboten!" - gamona sprach mit dem hessischen Minister Volker Hoff.Minister Volker Hoff (CDU) im Interview mit gamona.

gamona: In Ihrer Rede haben Sie die wirtschaftliche Bedeutung dieses Marktes angesprochen. Videospiele kosten Unmengen von Geld, fast schon wie eine Hollywood-Produktion. Mit der andauernden Debatte über Mediengewalt jedoch gerät die Industrie hierzulande zusehends in eine Krise. Wann haben Sie persönlich den Wert der Videospiele entdeckt?

Volker Hoff: Da sprechen Sie etwas Wichtiges an: Heute verursacht ein gut gemachtes Videospiel in etwa den gleichen Kostenaufwand wie eine Hollywood-Produktion. Eine Region wie Frankfurt, die den größten Internet-Knoten Europas hat, die in den Bereichen Werbung, neue Medien und Postproduktion mehr Menschen beschäftigt als beispielsweise die chemische Industrie, eine solche Region hat natürlich großes Interesse daran, an dieser Wertschöpfung teilzunehmen. Und deshalb kümmern wir uns auch um diese Industrie.

Kommentare 4
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Silim23.03.2008 01:14
sprecht diesen Mann heilig! Er hat es begriffen! (Ich zocke btw seid ich 12 bin Killerspiele... hm, Amok gelaufen bin ich noch nicht.)
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LaenLaen17.12.2007 10:43
von herrn hoff sollten sich andere hessische cdu politiker ne dicke scheibe abschneiden. in der schule hatten wir im herbst 2006 eine diskussion mit volker bouffier, dem hessischen innenminister, über killerspiele (und studiengebühren >_<) und die lief ziemlich aus dem ruder. naja...100 17-18 jährige und ein uninformierter und klischeehaftdenkender politiker. herr hoff sollte seine parteimitglieder und vorgesetzten mal aufklären.
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DlCKERDlCKER23.11.2007 14:05
Wow, und das aus dem Mund eines CDU/CSU Politikers! :)
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HybridHybrid23.11.2007 11:32
Bravo! Sehr gutes Interview. Ich muss mit erschrecken feststellen, dass es auch Lichtblicke in der CDU/CSU gibt ;)
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