Killerspiele – Interview

"Ich halte nichts von Verboten!" - gamona sprach mit dem hessischen Minister Volker Hoff.

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21. November 2007 17:57 Uhr

gamona: Gerade haben Sie schon die Filmindustrie angesprochen, wo es ja auch in heutiger Zeit sehr brutale Horrorfilme gibt. Da gibt es allerdings keine vergleichbare Verbots-Debatte. Warum, denken Sie, ist das so?

Volker Hoff: Natürlich ist die „Gefahr“, die von einem Videospiel ausgeht, nicht vergleichbar mit einem Film. Ein Film läuft einfach vor mir ab - dort habe ich keine Möglichkeiten der Interaktion. Im Unterschied dazu bin ich in einem Videospiel selbst ein Bestandteil des Spiels - das macht ja gerade den Kick aus. Also darf man an dieser Stelle nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Trotzdem bleibe ich dabei: Ich glaube, dass ein Verbot dort nicht hilft. Stattdessen müssen wir auf allen Seiten aufklären und versuchen, zu einem vernünftigen Umgang zu kommen. Gerade bei einer Messe wie dieser wird besonders eindrucksvoll gezeigt, dass in den jugendfreien Spielen eine ganze Menge Möglichkeiten und wirklich interessante Spielverläufe stecken. Insofern muss man schon fast die Frage stellen: Warum muss am Ende jemand noch laufend zum Killerspiel greifen?

Screenshot zu: "Ich halte nichts von Verboten!" - gamona sprach mit dem hessischen Minister Volker Hoff."Der deutsche Jugendschutz ist gut so, wie er ist."

gamona: In welchen Punkten würden Sie persönlich denn jetzt den Jugendschutz in Deutschland anpassen?

Volker Hoff: Ich glaube, dass der Jugendschutz eigentlich bei uns ausreichend geregelt ist. Dort wo teilweise gesetzliche Regelungen auch nicht in dem Maß befolgt werden, wie das wünschenswert wäre, müssen wir eben dafür sorgen, dass das Gesetz am Ende auch durchgesetzt wird. Aber ich glaube nicht, dass wir eine Veränderung der Jugendschutz-Gesetzgebung brauchen. Die ist in Ordnung, so wie sie heute ist.