Seit dem Amoklauf im baden-württembergischen Winnenden sind Computer- und Videospiele erneut ins Fadenkreuz von Politik und Medien geraten. Bereits Minuten nach der Tat schien der wahre Schuldige ausgemacht: Der Täter habe Ego-Shooter wie Counter-Strike gespielt. So genannte „Killerspiele“.
Auch die USK, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, die die Alterseinstufungen für Spiele vornimmt, steht in der Debatte zum wiederholten Male in der Kritik. Ihre Kriterien seien zu lasch, die Spiele zu blutig. Europa möchte daher ein eigenes Kennzeichnungssystem durchsetzen, die Politiker Verbote, die Eltern sollen per „rotem Knopf“ ihren Kindern das Spielen untersagen können.
Wir sprachen mit Olaf Wolters, Mitglied des Beirats der USK und Geschäftsführer des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) über Killerspiele, Populismus und das Ende einer unsachlichen Debatte.
gamona: Herr Wolters, wie definiert die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ein "Killerspiel"?
Olaf Wolters: Wir definieren diesen von den Medien geprägten Begriff gar nicht, weil er nicht nur unglücklich, sondern auch absolut missverständlich ist. Wir haben verschiedene Genres bei der USK. Für die Politik ist es eine pauschale Bezeichnung für Ego-Shooter oder Games wie Grand Theft Auto. Wir sind jedoch der Auffassung, dass es keine Killerspiele gibt. Wir orientieren uns an den branchenüblichen Kategorien wie First-Person-Shooter oder Taktik-Shooter.
gamona: Also ist ein Titel wie "Manhunt", der verboten wurde, auch kein Killerspiel?
Olaf Wolters sitzt im Beirat der USK und ist Geschäftsführer des BIU.Olaf Wolters: "Manhunt" ist eher ein Action-Adventure, kein Ego-Shooter. Es ist eher wie Grand Theft Auto mit einer komplett anderen Story. Das Spiel ist verboten, weil es gewaltverherrlichend ist, nicht wegen seiner Genrezugehörigkeit. Bei der "Hitman"-Reihe beispielsweise schlüpft man zwar in die Rolle eines Auftragskillers, aber "Killerspiel" ist eine Kategorie, die nicht richtig funktioniert. Die Protagonisten eines solchen Spiels können auch Polizisten oder Soldaten sein. Wir versuchen die Inhalte zu verstehen und nutzen die Kategorien, die sich über Jahre herausgebildet haben. Der Begriff "Killerspiele" ist nichts als eine populistische Medienerfindung, die es in der Wirklichkeit nicht gibt.

























ich möchte noch hinzufügen das man sich mal in die situation der menschen die so etwas tun hineinversetzt.
das neuste bsp. wurde mit sicherheit in der schule geärgert und wenn er dann noch das können (schützenverein), die möglichkeit (waffe und ausrüstung by family) und den meiner meinung nach kranken verstand besitzt, kann dieses kleine spiel wirklich nicht der auslöser dafür sein!
spiel = unecht (sieht auch bis heute nicht besonders echt aus)
splatterfilm = unecht (aber sieht 100% ECHT aus)
also gefallen an massakern in filmen zu finden ist meiner meinung nach wesentlich schlimmer als eine erfundene figur in einem erfundenen spiel (was nicht wie echt ausschaut ! ) durch eine erfundene geschichte zu steuern oder auch einfach mit nur freunden ein match.
das was die aussenstehenden nicht kapieren wollen ist das es einfach nur darum geht sich zu duellieren.
und nicht jeder möchte das mit "golf", "tennis" etc. !
schaut euch doch mal die "ge-deutschten" versionen von spielen an. das hat absolut nix mehr mit der realität zu tun.
die pixelgegner fallen einfach um und man weis bis sie wirklich am boden liegen nicht ob sie nun besiegt sind oder nicht.
hatte ich splatterfilme schon erwähnt?
ps ich spiele gern hin und wieder mal einen guten egoshooter, meisst nur den singleplayermodus um die geschichte dieses spiels zu erleben und einfach mal nach dem feierabend abschalten zu können, genau wie das viele andere mit einem fernsehabend tun.
Ich bin über 30 Jahre alt und spiele gerne, auch Ego Shooter und ähnliches und wenn ich die Möglichkeit habe mir in jeder Videothek Filme mit gewaltverherrlichenden oder pornographischen Inhalten auszuleihen oder zu kaufen, dann möchte ich eigentlich auch Spiele wie beispielsweise "Manhunt" ganz normal bei Media Markt, Saturn oder ähnlichen Händlern kaufen können. Ich habe kein Problem damit, wenn sie dort weggeschlossen und ausser Sicht lagern aber kaufen können möchte ich sie.
- ohne worte -
Wurde doch letztes Jahr mein ich von der Politik einhellig abgeschmettert (Glaub die Idee kam von der von der Leyen), man wolle die Kinder nicht zur Überwachung ausnutzen.
Ist natürlich auch toll. Ich bin ja dafür die Polizei abzuschaffen. Wir haben die Gesetze, da brauchts keinen mehr der die durchsetzt. Weil alle Menschen sich ja ohnehin genügend dazu genötigt fühlen geltendes Recht zu respektieren.
Denn kein Konzern würde sich den Image-Schaden geben, wenn ein Kassierer an Jugendliche Erwachsenenzeugs verkauft.
Es ist schon ein Unterschied ob ich zuguck ob wer abgeknallt wird, oder ob ichs selber mach.
mir kommt es in spielen hauptsächlich auf eine gute story an, weshalb ich hauptsächlich rollen- oder strategie- spiele spiele.
das einzige "killerspiel" das in meinem haus liegt ist f.e.a.r. , eben weil ich die story interessant fand. ich habe leider den fehler gemacht mir die deutsche version zu kaufen und habe das spiel auch ungefähr bis zur häfte durchgespielt bis ich mir einen "gore"-patch runtergeladen habe. das spiel wird einfach athmosphärisch deutlich besser wenn blut fließt und die projektile der nail-gun auch tatsächlich stecken bleiben.
wenn ich "killerspiele" höre muss ich immer an den netten fleischer aus der nachbarschaft denken, der killt jeden tag mehrere tiere und zerteilt sie danach. das dabei viel blut fließt ist klar und man lernt auch so einiges über das töten. klar, er tötet tiere, aber im vergleich dazu töte ich pixelhaufen, wovon die meisten nichtmal menschlich aussehen.
Ich möchte nur kurz etwas zu den ersten Kommentaren hier sagen: Nazisymbole sind nun einmal in Deutschland (außer zu historischen Zwecken) verboten. Meiner Meinung nach zurecht, aber egal. Dass sich auch Spiele daran halten müssen, ist nur konsequent, und sollte einem Spiel nun wirklich keinen Abbruch tun. Falls doch, würde ich mir schon Sorgen um die Gesinnung der jeweiligen Person machen...
"Was ist die Definition eines Killerspiels?" Hier wird es warscheinlich schon die ersten Diskrepanzen bei den selbsternannten Moralwächtern geben. Aus den genannten Definitionen könnte man dann sicherlich ableiten, dass der Brettspielklassiker "Mensch ärgere Dich nicht" auch als Killerspiel zu klassifizieren und zu verbieten ist (Menschenähnlich geformte Spielfiguren jagen und eleminieren (Tötungsakt?) sich gegenseitig vom Spielfeld und können dann wieder an einem Startfeld neu beginnen (Respawning?)).
Als nächstes sollten wir die Kategorie "Killerfilm" einführen, also jeder Film, in dem zu sehen ist, wie ein Mensch absichtlich oder grausam getötet wird. Damit wären dann alle Vorabendserien, Krimis, Thriller, Abenteuerfilme und vor allem die Nachrichten sofort zu verbieten.
Dann würde ich mir als nächstes wünschen, dass wir die Todesfälle in Deutschland gemäß Ihrer Ursache vergleichen. Da würde dann sicherlich schnell zu sehen sein, dass Verkehrsunfälle sehr viel mehr Tote nach sich ziehen als Amokläufe (bitte verzeiht mir diese Ironie, ich möchte das Entsetzen vor einer solchen Gewalttat nicht schmälern!) und wenn man dann analysiert welche Automarken in diese tödlichen Unfälle verwickelt waren, werden Autos der Marke BMW, Audi, VW Golf und Porsche (und andere) sicherlich auch schnell als "Killerautos" zu identifizerien sein. Also auch diese verbieten.,
Man kann dann sicherlich noch in die Literatur schauen (Shakespeares McBeth-> Killerroman etc.) und wo es einem sonst noch passt und wird überall "Killer-" was auch immer finden, die es zu verbieten gilt...........schöne neue Welt!
Liebe Politiker, Medienvertreter, Eltern, Lehrer, Deutsche Mitbürger: Es gibt keinen Ersatz für die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen dafür, in welcher Gesellschaft wir leben. Wenn die Gesellschaft zum Selbsbedienungsladen für die persönlichen Vorteilsmaximierung wird, darf man sich nicht wundern, wenn es immer mehr "Totalausfälle" gibt.
Es hat noch nie geholfen Taschentücher zu verbieten, um damit den Schnupfen zu vermeiden!
das sinnvollste wäre natürlich psychologische gutachten zu erstellen, aber das ist unmöglich ^^ viel zu viel aufwand.
das problem was wir aber haben ist nicht die alterseinschränkung, sondern das minderjährige ganz leicht an USK 18-spiele (bzw. medien im allgemeinen) rankommen. deshalb ist nen schnitt der ab-18 waren gerechtfertigt.
ehe es nicht geschafft ist das wirklich jeder kassierer und postbote nach nem personalausweis fragt, wenn sie ein USK-18-spiel verkaufen oder ausliefern, können wir auch nicht darüber reden das USK-18 spiele ungeschnitten sein sollten