Seit dem Amoklauf in Winnenden überschlagen sich die Meldungen zu dem Thema Killerspiele. Die Politik geht im Gegensatz zu den Vorjahren aggressiver gegen Videospiele mit Gewaltinhalten vor. Und obwohl bislang noch nicht einmal bewiesen ist, dass Killerspiele gewaltfördernd sind, fordert die Politik ein generelles Verbot in Deutschland. Anscheinend aber hat die Politik Probleme ein Killerspielverbot umzusetzen, weshalb bereits versucht wird, in die Nachbarländer einzugreifen.

Killerspiele - Internetzensur und illegale Autorennen

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Internetzensur ist der nächste Schritt, um gegen Killerspiele vorzugehen.
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Der österreichische Gamingshop Gameware erhielt ein Brief von der bayrischen Kommission für Jugendmedienschutz, die bei der BPjM einen Antrag zur Indizierung der Domain beantragte. Als Grund wurde angegeben, dass der Internetshop in Deutschland indizierte Spiele verkauft und sie bewirbt. Da sich der Shop allerdings in Österreich befindet und die BPjM nur in Deutschland agiert, werden die Betreiber nichts zu befürchten haben: "Uns kanns eigentlich wurscht sein."

Falls es aber zu einer Indizierung der Domain kommen würde, darf der Name des Shops in Deutschland nicht mehr beworben werden. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis auch andere ausländische Shops verboten werden. Möglich wäre zudem eine Internetsperre, die zur Zeit bei kinderpornografischen Inhalten geplant ist, auch wenn CDU/CSU und SPD betonten, dass sie sich ausschließlich nur auf diese Inhalte konzentrieren.

Aber nicht nur Killerspiele sind in der Politik ein diskutiertes Thema. Ruprecht Polenz von der CDU erklärte, dass bei illegalen Autorennen meist junge Menschen zu Tode kommen. Zwar sieht er keinen Zusammenhang zu Need for Speed, doch ausgeschlossen ist es nicht, dass künftig auch in diesem Bereich ermittelt wird, sollte denn ein möglicher Zusammenhang sichtbar sein. Falls ein Huhn von einem Traktor überfahren wird, darf ebenfalls der Name Landwirtschafts-Simulator nicht mehr beworben werden.