Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat die gestern vom Bundeskabinett beschlossene Änderung des Jugendschutzgesetzes scharf kritisiert. "Die Änderung ist verfassungswidrig", sagte BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters.

Da Spiele mit "besonders grausamer und realistischer Darstellung von Gewalt" künftig generell verboten sind und Einzelfälle nicht mehr von der USK und der BPjM geprüft werden sollen, könnten Anbieter und Händler von Spielen nicht mehr einschätzen, was nun erlaubt sei und was nicht. Deswegen sei die Änderung des Gesetzes verfassungswidrig.

Der BIU hofft, dass das Parlament sich dieser Ansicht anschließt und die geplanten Änderungen nur im Gesamtpaket mit einer für das Frühjahr des kommenden Jahres geplanten kompletten Beurteilung des Jugendmedienschutzes disktutiert. "Die Änderung des Jugendschutzgesetzes wird den Jugendschutz nicht verbessern", warnte Wolters.